25 Grad, strahlend blauer Himmel und Sonne pur. Das, was sich Tennisspieler hierzulande für den bevorstehenden Muttertag erhoffen, genoss Kevin Krawietz schon am Donnerstagnachmittag. Das schöne Wetter war allerdings das einzig Positive für den Witzmannsberger an diesem Tag, denn bei den Madrid Open in der spanischen Hauptstadt war bereits im Achtelfinale Endstation für "Kracau".

Bei diesem hochklassig besetzten Sandplatzturnier scheiterten die beiden an dem an Position 4 gesetzten Duo Filip Polasek (Slowakei)/Ivan Dodig (Kroatien). Nach knapp zwei Stunden stand für das deutsch-rumänische Duo eine knappe und ärgerliche 4:6, 7:6 und 7:10--Niederlage. Krawietz und Techau hatten dabei keinen einzigen Breakball.

Der 1. Satz

Krawietz musste gleich im ersten Spiel bei eigenem Aufschlag eine Breakchance und sein Partner kurz darauf sogar zwei abwehren. Doch beide hielten zunächst ihr Service, taten sich aber weiter schwer. Beim Stand von 4:4 war Krawietz erneut an der Reihe und diesmal ging sein Service schief. Ihren insgesamt fünften Breakball nutzten die Favoriten und gingen vorentscheidend mit 5:4 in Führung. Dodig machte gleich danach den Deckel drauf: 6:4. "Kracau" waren bei allen fünf Aufschlagspielen ihre Konkurrenten völlig chancenlos.

Der 2. Satz

Auch im zweiten Durchgang servierten der Kroate und der Slowake weiter souverän, machten am Netz kaum Fehler und returnierten stark. Bis zum 3:3 hielten alle vier Spieler ihren Aufschlag. Im ominösen siebten Spiel wackelte Kevin Krawietz erneut, wehrte allerdings drei Breakbälle ab und brachte sein Team mit viel Mühe 4:3 in Front. Auch Tecau hatte seine Nerven im Griff, ließ sich von einer erneuten Breakchance nicht einschüchtern und schaffte das 5:4. Dieser überstandene Nervenkitzel gab Sicherheit und im Tiebreak platzte dann endlich der Knoten: Unerwartet klar mit 7:2 holten sich "Kracau" die Satzverlängerung und erzwangen den Match-Tiebreak.

Match-Tiebreak

Ihr Problem blieb aber: Die Returns funktionierten nach wie vor nicht, "Kracau" fanden einfach kein Rezept gegen die cleveren Aufschläge ihrer beiden hochkonzentrierten Gegner, die sich am Ende verdient mit 10:7 durchsetzten.