Tennis in Monte Carlo bleibt in diesen Tagen wetterbedingt weiter eine Glückssache - und für Kevin Krawietz war es nur ein kurzes Gastspiel im Fürstentum! Das aus Sicht von ihm und seinem Partner Horia Tecau beim Stande von 4:5 am Montag abgebrochene Erstrunden-Match in der Doppel-Konkurrenz gegen Stefanos und Petros Tsitsipas ging nämlich knapp mit 6:7, 6:3 und 9:11 im Match-Tiebreak verloren.

Erst um 17.30 Uhr wurde am Dienstagabend das Spiel fortgesetzt. Die deutsch-rumänische Kombination gewann zwar gleich nach Wiederbeginn auf Platz 2 der Anlage zwei Aufschlagspiele und erzwang so beim Stand von 6:6 im ersten Satz den Tiebreak. Doch der erste Satz ging nach einer Gesamtspielzeit von 58 Minuten mit 7:6 (7:4) an die Griechen.

Im zweiten Durchgang gelang "Kracau" das lang ersehnte Break im ersten Aufschlagsspiel der Gegner. Das gab dem 29-jährigen Witzmannsberger und seinem sieben Jahre älteren Partner die notwendige Sicherheit. Über 3:0, 4:1 und 5:2 brachten die beiden den zweiten Satz sicher nach nur 35 Minuten mit 6:3 nach Hause. Die Aufschläge passten, die Volleys waren jetzt präziser und auch die zuvor noch schwachen Returns des Rumänen wurden jetzt immer besser.

Match-Tiebreak entscheidet gegen Krawietz/Tecau

Die Entscheidung fiel im Match-Tiebreak: Nach drei Mini-Breaks - zwei für die Griechen - wurden beim Stand von 2:4 aus Sicht von Kracau die Seiten gewechselt. Bei 4:6-Rückstand schlug Krawietz zurück, schaffte das nächste Mini-Break und schließlich mit eigenem Service den 6:6-Ausgleich. Doch danach drückte Stefanos Tsitsipas - die Nummer Fünf der Einzel-Weltrangliste - der "Crunchtime" seinen Stempel auf. Die ersten beiden Matchbälle bei 7:9-Rückstand wehrten Krawietz/Tacau noch ab, doch beim dritten schlug der griechische Spitzenspieler eiskalt zu: 11:9 - das vorzeitige Aus für den zweifachen French-Open-Sieger im Fürstentum war kurz nach 19 Uhr beschlossene Sache. Auf das Wetter in Monte Carlo kann der Witzmannsberger jetzt erst einmal pfeifen.