Mit einer Mischung aus erfahrenen Neuzugängen und jungen Wilden möchte der FC Coburg den Sprung zurück in die Landesliga schaffen.
Bereits seit mehr als einer Woche befinden sich beide Herren-Teams des FC Coburg in der Vorbereitung auf die Spielzeit 2017/2018. Das Trainerteam Matthias Christl, Frederic Martin und Trainer-Neuzugang Erik Vetter (von der DJK/TSV Rödental; Co-Trainer und Trainer der U23 in der Kreisliga Coburg) konnte nicht weniger als 18 neue Akteure im FCC-Herrenkader begrüßen.
Die Mischung macht es bei den Neuen: Mit Daniel Alles, Jannik Schmidt, Lukas Schuster (alle VfL Frohnlach) sowie den Brüdern Gökhan und Sertan Sener (beide SV Bosporus Coburg) wurden höherklassig erfahrene Spieler verpflichtet, die allesamt in der Coburger Talentschmiede ausgebildet wurden. "Darauf legen wir bei externen Zugängen einfach Wert - ein Spieler muss Bezug zu unserem Verein und unserer Arbeit haben sowie unser Vereinskonzept über Jahre mittragen wollen", verdeutlicht Alexander Pietsch, stellvertretender Vorsitzender und gesamtsportlicher Leiter in Personalunion.
Vor allem geht der FCC aber seinen Weg, vorwiegend auf die im eigenen BFV-Nachwuchsleistungszentrum ausgebildeten Juniorenspieler zu bauen, unbeirrt weiter. So werden zur neuen Saison wieder elf Akteure des eigentlichen U19-Jahrgangs (1999) in die Herren-Teams integriert. "Die Jungs haben alle herausragende Qualität, die sie nicht zuletzt im vergangenen Jahr in der U19-Landesliga unter Beweis gestellt haben. Als komplett jüngerer Jahrgang in einer sehr starken Liga mit 29 Punkten dann am Ende leider doch abzusteigen, war schon brutal für uns", so Pietsch.
Mit Sounkar Zisse kommt ein weiterer talentierter Youngster zurück zum FCC, der seine ersten fußballerischen Schritte nach seiner Ankunft in Deutschland bei den Vestekickern absolvierte. Für zusätzliche Freude sorgt beim FCC, dass der bereits in der letztjährigen Relegation eingesetzte ehemalige ukrainische Erstligatorhüter Oleksandr Churilov dem Verein erhalten bleibt. "Oleks ist wegen seiner Erfahrung, seiner professionellen Einstellung zum Sport und natürlich auch wegen seiner Qualität ein absoluter Gewinn und Glücksfall für den Verein. Von ihm werden unsere jungen Keeper erheblich profitieren", ist sich Trainer Matthias Christl sicher. Und Pietsch ergänzt: "Wir werden ihn auch in die Trainingsarbeit im Nachwuchsbereich einbinden."
"Bezirksliga kein Selbstläufer"
Die Messlatte für die kommende Spielzeit legt der FCC hoch: "Ich halte nichts von Understatement, weil das die falschen Signale senden würde. Wir wollen mit unserer 1. Mannschaft den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga erreichen, uns mit unserer U23 in der Kreisliga weiter etablieren und mit den Abstiegsrängen nichts zu tun haben", sagt Pietsch und fügt an: "Dennoch sind wir Realisten genug, dass es vor allem in einer sehr ausgeglichenen und starken Bezirksliga kein Selbstläufer wird. Im Gegenteil: Sicher werden wir als Mitfavorit gehandelt, und jeder Gegner wird hochmotiviert gegen uns spielen. Wir müssen uns deshalb Woche für Woche neu beweisen, um unsere Ziele zu erreichen."
Die erste Bewährungsprobe haben die Coburger bereits am Samstagmittag bestanden. In einem Testspiel am Samstagnachmittag besiegten die Vestekicker den Bezirksliga-Aufsteiger TSV Meeder mit 2:0 (0:0). Mit Daniel Alles, Jannik Schmidt und Lukas Schuster standen alle Neuzugänge vom VfL Frohnlach bereits in der Startaufstellung. Schuster traf sogar zum 2:0 in der 62. Minute, zuvor sorgte Lukas Moster (51. Minute) für die Führung.
Abgänge FC Coburg I: Carsten Hahn (TSV Neudrossenfeld), Yannik Krebs (Ziel unbekannt), Christian Schneider (SV Bosporus Coburg), Jannik Knoch, Niklas Ehrlich, Lukas Köhn, Daniel Puff, Konstantin Müller (alle TSV Mönchröden).