Anhänger des Handball-Bundesligisten HSC 2000 Coburg haben in der Nacht zum Donnerstag mehrere Plakate in der Coburger Innenstadt und vor der HUK-Arena auf der Lauterer Höhe aufgehängt und aufgestellt. Damit weisen sie auf die große Rivalität im fränkischen Derby , aber auch ihre Einstellung zum großen Nachbarn, hin.

Das Spiel in der Handball-Bundesliga steigt heute Abend um 19 Uhr. Die Partie wird live auf dem Pay-TV-Sender Sky übertragen, Zuschauer sind in der HUK-Arena bei diesem "Geisterspiel" nicht zugelassen.

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Schmähplakat wie 2017

Schon beim bisher letzten Punktspielvergleich beider Mannschaften im März 2017 hing ein Schmähplakat an der Autobahnbrücke der A 73 vor der Arena. Und auch heute beleidigen die Coburger wieder ihre Gäste. An der Frankenbrücke steht nämlich Schwarz auf Weiß mit großen Lettern "Scheiss HCE!" Dieses Plakat wurde mittlerweile von der Polizei entfernt.

Die anderen Schilder sind dagegen harmloser: Vor der Geschäftsstelle in der Seifertshofstraße ist auf einem weißen Leinentuch zu lesen: "Keine Transfers mit Erlangen". Auch dieses Plakat stand nur bis in die frühen Morgenstunden, dann entfernten es HSC-Mitarbeiter.

Zum Hintergrund: In den vergangenen Jahren wechselten drei Leistungsträger des HSC nach Erlangen: Nico Büdel, Benedikt Kellner und vor dieser Saison Max Jaeger - zur großen Enttäuschung vieler Coburger Fans.

Aus Erlangen nach Coburg kam der aktuelle Mannschaftskapitän Andreas Schröder. Wie erst in der Vorwoche bekannt wurde, wird auch der HCler Jan Schäffer nach der laufenden Saison die Trikots tauschen.

Auch motivierende Schilder

Drei weitere Plakate der Fans - "Vestestadt Allez!" (Bamberger Straße), "In Franken nur der HSC!" (Weichengereuth ), "Alles für den Derbysieg!" (vor der Arena) - sollen dagegen für zusätzliche Motivation der eigenen Mannschaft sorgen.