Kein Papier mehr verwenden. Neuer Umgang mit Rohstoffen. Reagieren auf Energiepreise. Projekte und Herausforderungen, die in jedem Unternehmen schon einmal aufgeploppt sind. Aber neue Wege zu gehen, ist nicht einfach. Die Veränderungen müssen schließlich von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angenommen und umgesetzt werden. Dass jede Veränderung erst einmal auf Widerstand stößt, hat man auch in der Industrie mittlerweile gemerkt. Doch Digitalisierung und Klimawandel stellen Unternehmen und ihre Mitarbeiter vor neue Herausforderungen. Die Hochschule Coburg hat deshalb einen neuen Master-Studiengang ins Leben gerufen. Ab dem Sommersemester 2022 startet "Change Management und Transformation". Er soll Fachkräfte ausbilden, die Unternehmen ierfolgreich durch den Wandel bringen und die Angst vor neuen Herausforderungen nehmen.

Anforderungen steigen

Die Notwendigkeit eines neuen Studiengangs wurde der Studiengangsleitung Prof. Hedwig Schmid schon vor einigen Jahren klar: "Früher war Change Management nur eine Zusatzkompetenz. Heute wird es als Grundkompetenz verstanden." Das spiegelt sich auch auf dem Arbeitsmarkt wieder. Der Bedarf für "Change Manager" steigt jährlich. Das Angebot konnte aber bisher nur durch berufliche Weiterbildungen gedeckt werden. Der Fokus lag hier aber allein auf den Projekten.

Durch die erhöhte Komplexität der Change-Projekte müssen Projektplaner aber mittlerweile viel mehr Zusatzkompetenzen mitbringen, als noch vor ein paar Jahren. "Der Bedarf an entsprechend qualifizierten Absolventen ist groß", sagt Rolf Eberwein, Leiter des Personalwesens bei Kaeser Kompressoren. Denn auch die Coburger Unternehmen haben stark mit Veränderungen zu kämpfen. "Als ländliche Hochschule versuchen wir, den Absolventen eine Perspektive in der Region zu bieten und den fehlenden Bedarf in der Region zu decken", sagt Prof. Felix Weispfenning, Vizepräsident der Hochschule Coburg.

Einstellung ist Schlüssel zum Erfolg

Vor allem Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind Haupttreiber von Veränderungen in der Industrie. Bei Kosteneinsparungen durch Home-Office oder Personalabbau durch Industrie 4.0 bleibt eins aber meistens auf der Strecke: die menschliche Komponente. Hier soll der neue Master-Studiengang der Hochschule ansetzen. Auf die "Holzhammer-Methode" soll zukünftig verzichtet werden.

Mensch im Fokus

Nachhaltiger Wandel ist das Ziel. Dabei darf der einzelne Mitarbeiter nicht auf der Strecke bleiben. Studiengangsleiterin Hedwig Schmid und Vizepräsident Felix Weispfenning sind sich sicher: Die Einstellung, wie man den Wandel angeht, ist der Schlüssel zum Erfolg - für große und kleine Firmen. Daher sind Verhaltenswissenschaften ein Schwerpunkt des neuen Studiengangs, damit die künftigen Change Manager wissen, wie sie die Menschen von Anfang an einbeziehen.

Für den Studiengang "Change Management und Transformation" endet die Bewerbungsfrist am 14. März. Weitere Informationen zu den Zulassungsvoraussetzungen und der Bewerbung gibt es unter www.hs-coburg.de