Mit dem Thema Mobilfunk befasste sich der Stadtrat Rödental in seiner jüngsten Sitzung. Dazu zeigte Uwe Münzenberg von der Firma Anbus Analytik aus Fürth die Ergebnisse von Untersuchungen zu drei Mobilfunkstandorten im Stadtgebiet. Es ging um die Höhe und Bewertung der Strahlung. In allen drei Fällen ist die Belastung weit unter den gesetzlichen Grenzwerten.

In Weißenbrunn vorm Wald besteht bereits ein Funkmast am Ortsrand. An sechs Messpunkten wurde geprüft. Das Ergebnis war, dass der Grenzwert "nur" mit 0,4 bis 1,3 Prozent ausgeschöpft wurde. Für den zweiten Standort einer geplanten Mobilfunkanlage in Oeslau-West wurden die elektromagnetischen Immissionen an acht Messpunkten simuliert. Das Ergebnis brachte eine vor aussichtliche Strahlenbelastung von 1,2 bis 2,4 Prozent des Grenzwertes, wobei die Belastung in der Hauptstrahlrichtung am größten ist. Eine weitere Prognose gab es zum geplanten Standort Waldsachsen-Hochbehälter. Der Betreiber soll die Telekom sein. Dort sollen bei einer Masthöhe von 26 Metern Werte von 1,2 bis 3,9 Prozent erreicht werden, wobei die Funkstrahlung insbesondere auf den Stadtteil Waldsachsen, der keine ordentliche Versorgung besitzt, ausgerichtet sei.

Viele Fragen aus dem Stadtrat

Die Frage aus dem Gremium, ob ein anderer Standort die Strahlung vermindere, beantwortete Münzenberg mit einem klaren Nein.

Stadtrat Matthias Löffler (CSU) wollte wissen, ob der Neigungswinkel der Hauptstrahlrichtung änderbar wäre, um die Strahlung zu reduzieren. Das wäre mit dem Netzbetreiber diskutierbar, gab der Fachmann zur Antwort. Rechtlich könne allerdings kein anderer Standort des Mastes gefordert werden, was allerdings nicht ausschließe, aktiv auf den Netzbetreiber zuzugehen, sagte Münzenberg. Stadtrat Jürgen Faber (Die Grünen) bekam zur Antwort, dass die jetzigen Prognosen in den beiden getesteten Fällen mit der späteren Strahlung nach Inbetriebnahme der Anlage identisch seien.

Finanziell sieht es besser aus als 2014

Die Finanzlage der Stadt sieht heuer etwas besser aus als 2014. Gründe dafür sind, so die Kämmerin Karin Beier in ihrem Halbjahresbericht, dass die Gewerbesteuereinnahmen momentan etwas über dem Planansatz lägen. Allerdings warnte sie vor Euphorie, denn das Ergebnis könnte sich durch Rückerstattungen wieder verschlechtern.

Erfreulich sind die Einnahmen aus Schlüsselzuweisungen (4,6 Millionen Euro) und eine geringere Kreisumlage (3,7 Millionen Euro). So konnten die vorgesehenen Investitionen fast alle zwischenzeitlich in Auftrag gegeben werden. Die Kämmerin bezeichnete die Kassenlage als derzeit ausreichend. Eine Bedarfszuweisung und die Stabilisierungshilfe seien beantragt. Die Entscheidung über die Höhe werde die Regierung erst im November treffen. Bürgermeister Marco Steiner (FW) stellte fest, dass eine positive Entwicklung der Gewerbesteuer für die Stadt wichtig sei. "Bedenklich wird es, wenn wichtige Verkehrsin frastrukturmaßnahmen wegbrechen", fügte er hinzu.