Das große Partyzelt steht schon auf dem Meederer Sportplatz. Jetzt geht es an die Feinarbeiten. Bretter müssen noch verlegt und die Heizung installiert werden, das kleine Barzelt kommt hinzu. Die heiße Phase des Faschings hat bei der Landjugend Meeder begonnen. Zum 19. Mal bereiten sich die Aktiven auf den Zeltfasching vor. Gefeiert wird wieder vier Tage lang - nonstop von Freitag bis zum Rosenmontag. Damit alles wie am Schnürchen klappt, sind viele Helfer im Einsatz, die den Event organisieren. Das ist auch nötig, denn die Organisatoren rechnen mit insgesamt 3000 Besuchern, die in den nördlichen Landkreis kommen.
Pressewart Manuel Truckenbrodt hat in diesen Tagen kaum eine ruhige Minute, an vieles müsse noch gedacht werden, erzählt er. Schließlich habe sich der Zeltfasching längst zu Oberfrankens Kult-Event gemausert. Dementsprechend werden Busse mit befreundeten Landjugenden aus dem gesamten Bezirk erwartet.

In diesen Tagen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Am Samstagmorgen waren etwa 50 junge Leute auf dem Schützenplatz, um das große Zelt, das immerhin 1500 Besucher fasst, aufzustellen. Mehr Besucher sollen in diesem Jahr auch nicht in das Zelt kommen. Die Organisatoren um den Vorsitzenden Benjamin Otto haben aus den Vorjahren gelernt. "Wir werden keinen mehr reinlassen, wenn das Zelt voll ist." Auch dies gehöre zu den erhöhten Sicherheitsmaßnahmen, denn eines ist der Landjugend besonders wichtig: "Wir wollen was für die Jugend tun und wünschen uns vor allem einen friedlichen Verlauf ohne Zwischenfälle."

Musik für alle Generationen

Auch die Zahl an privaten Securitys haben die Initiatoren erhöht, besonders am Freitagabend, wenn erfahrungsgemäß die jugendlichen Nachtschwärmer das Zelt beben lassen. (H)eisszeit mit DJ Bump und DJ Caruso beschallen dann die Zeltwände mit Partymusik. Am Samstagabend und am Rosenmontag, so Truckenbrodt, werde Musik für alle Generationen gespielt. "Geile Zeit" und "Schwagger" treten auf die Bühne. Für alle weiblichen Gäste soll es übrigens am Samstagabend eine Valentinsüberraschung geben.

Neue Mitstreiter willkommen

Der Fasching ist ein Großprojekt der Landjugend, hinter dem sehr viel Arbeit und Logistik steht. "Wir wollen die besten Bands, da muss man natürlich rechtzeitig dran denken und dranbleiben", sagt Benjamin Otto. Alles Organisatorische läuft unter der Regie der Landjugend und Truckenbrodt und Otto sind heilfroh, dass der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe absolut stimmt.
Im Moment zähle der Verein 175 Mitglieder, aktive wie passive, neue kommen immer wieder dazu. Längst kommen die jungen Leute nicht ausschließlich vom Lande oder aus der Landwirtschaft. "Uns ist willkommen, wer einfach vorbeikommt, zuschaut, mitmacht, egal ob er sich anmeldet oder auch nicht, alles ist okay", erläutert der Vorsitzende. Der Jugendschutz werde sehr genau genommen. Ab dem 16. Lebensjahr dürfen die jungen "Partylöwen" zwar feiern, aber bitte mit Erlaubnis der Erziehungsberechtigten. Konkret braucht jeder unter 18-Jährige einen Volljährigen an seiner Seite, dann darf er auch bis nach Mitternacht an der Party teilnehmen. Entsprechende Formulare gibt es im Internet oder auf der Website der Landjugend.
Am Sonntagnachmittag kommen alle kleinen Faschingsfans auf ihre Kosten: Bei freiem Eintritt und Livemusik der Band "Two for you" darf gefeiert werden. "Dieses Metier gehört den Mädchen der Landjugend, die können das besser," sagt Manuel Truckenbrodt. Die Mädels von der Landjugend bieten eine Kinderbetreuung an, sie haben einen Zauberer organisiert, Spielmobil, Hüpfburg und vieles mehr.