"Das Jugendhaus Neukirchen gehört zur Gemeinde Lautertal" - diese Aussage bekräftigte nicht nur Bürgermeister Sebastian Straubel in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag. Das Gremium sprach sich erneut einstimmig, gemeinsam mit allen Beteiligten der Bildungsregion Coburg, für den Standort Neukirchen mit Blick auf die neu zu errichtende Jugendbildungsstätte der evangelisch-lutherischen Landeskirche in Oberfranken aus und sicherte auch weiterhin für eine solche Einrichtung seine volle Unterstützung zu. Das beinhaltet vor allem Leistungen im Bereich des Bauhofes, der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Unterstützung bei Großveranstaltungen. Außerdem wurde beschlossen, die Sanierung der Zufahrtsstraße zum Objekt in die Finanzplanungen aufzunehmen.

Straubel betonte den hohen Stellenwert des Hauses für die Gemeinde und die gesamte Bildungsregion. "Seit nunmehr 42 Jahren identifizieren sich die Menschen in unserer Kommune mit der Jugendbildungsstätte. Wir wollen sie als Partner und Nachbar keinesfalls verlieren und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zum großen Teil aus Lautertal stammen, sowie den jährlich Tausenden Besuchern weiter unsere Unterstützung versichern", sagte der Bürgermeister. Man sei stolz auf das Haus und die seit über vier Jahrzehnten geleistete Bildungsarbeit. Die Kommune habe sich vielfach engagiert. So sei es zum Beispiel in einem gemeinsamen Kraftakt vor einigen Jahren durch intensive Gespräche mit dem Telekommunikationsunternehmen gelungen, für die Einrichtung einen günstigen Glasfaseranschluss installieren zu lassen. Sollte die von der Landessynode der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern beschlossene neue Einrichtung für Oberfranken nach Neukirchen kommen, werde man auch hier bestmögliche Hilfe leisten.


Abwassergebühren steigen ab 1. Januar 2019

Mit Beginn des neuen Jahres steigen die Einleitungsgebühren für Abwasser in der Gemeinde von derzeit 1,66 Euro auf 2,36 Euro je Kubikmeter. Aufgrund der Kalkulation für die Jahre 2016 bis 2018 kam es zu einer Unterdeckung. Alleine 2017 lag der tatsächliche Fehlbetrag bei 132 800 Euro, für 2018 ist ein Fehlbetrag von 111 700 Euro prognostiziert. Ursache waren Nachzahlungen von Einleitungsgebühren und nachfolgend höhere Abschlagszahlungen an den CEB sowie höhere kalkulatorische Kosten durch Investitionen (neue Leitung Rottenbach - Tremersdorf, 659 500 Euro) sowie höhere Abschreibungen, erläuterte Kämmerin Antje Süße. Sie machte auch noch einmal deutlich, dass die Kommune rechtlich verpflichtet sei, im Abwasserbereich kostendeckend zu arbeiten. Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag, auf Grundlage einer Neukalkulation den Gebührenbetrag je Kubikmeter auf 2,36 Euro zu erhöhen. Dies sei für den Bürger immer noch erträglicher, als kurzfristig hohe Verbesserungsbeiträge zu zahlen, betonte Manfred Menzel. Die entsprechende Änderungssatzung wurde ebenfalls einstimmig beschlossen.

Martin Florschütz machte darauf aufmerksam, dass das Wehr in Tremersdorf nicht mehr funktionstüchtig sei. Auch das schon mehrmals bemängelte defekte Brückengeländer an der Kreisstraße sei immer noch nicht repariert. Das Landratsamt sei schon lange informiert, man behalte die Angelegenheit auf der Agenda, sagte Straubel mit Hinweis auf die recht angespannte Situation auf dem Bausektor. Das Thema Wehr werde aufgenommen.

Auf die momentan sehr kritische Situation an den Glascontainern wies Martin Rebhan hin. Bürger stellten ihr Recycling-Glas neben die vollen Behälter, alles sei zugestellt. Man habe mit der zuständigen Firma gesprochen, jedoch habe die Kommune hinsichtlich der Containerabfuhr keine direkten Einflussmöglichkeiten, erklärte Straubel.

Sichtprobleme gebe es durch die Pflanzkübel in der Coburger Straße, kritisierte Rebhan erneut. Hans Frieß und Sebastian Straubel erläuterten die Komplexität des Problems hinsichtlich der Auswahl und der Standorte passender Kübel. Man sei intensiv daran, eine auf lange Sicht gangbare Lösung zu finden.


Bekanntgaben des Ersten Bürgermeisters Sebastian Straubel

- Im Zuge des Baues der Buswendeanlage in Oberlauter muss die Beleuchtung angepasst werden. Den Auftrag über 10.500 Euro vergab die Gemeinde an die SÜC.
- Für die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Neukirchen-Mirsdorf ging der Auftrag über 128 500 Euro an die Strabag AG aus Crock. Die Arbeiten sollen am 20. August beginnen und im September abgeschlossen werden.
- Den Architektenvertrag zur Sanierung eines Gruppenraumes im Kinderhaus "Kunterbunt" erhielt das Architekturbüro Glodschei aus Weitramsdorf (8300 Euro brutto).
- Malerarbeiten für den Treppenaufgang und den Turnraum führt die Firma Maik Stolz aus Schalkau aus (2500 Euro).
- Alle Bürger sind für den zweiten Workshop zum Bau des Mehrgenerationenspielplatzes eingeladen. Er findet am 24. Juli, 17.30 Uhr, im Mehrzweckraum des Rathauses statt. Dabei werden die Planungen als Grundlage für folgende Ausschreibungen vorgestellt.
- Dem Ersten Bürgermeister Sebastian Straubel ist es in Zusammenarbeit mit Schulleiter Jochen Großmann und dem Schulamt gelungen, im kommenden Schuljahr eine 5. Klasse in der "Mittelschule Am Lauterberg" zu halten.
- Die von Gemeinderat Wolfgang Zapf angeregten Reparaturarbeiten am Kauleitenweg in Neukirchen werden in den Plan 2019 aufgenommen.
- Straubel wies auf den Beginn des Stadtradelns am 7. Juli hin, an dem Lautertal mit mehreren Teams teilnimmt. Dabei gilt es in den nächsten drei Wochen, viele Radkilometer zu sammeln. Die Gewinnergemeinde erhält eine professionelle Radabstellanlage (www.stadtradeln.de). Im Rahmen der Aktion veranstaltet Lautertal auch seine traditionelle Familientour am 12. Juli, 18 Uhr (ab Sportheim TSV Oberlauter).
- Am 16. Juli starten die neue Website der Gemeinde und das neue Programm "Kommunenfunk".
- Auf Hochtouren läuft die Neubeschilderung der Wanderwege, informierte Sebastian Straubel. Durch das Regionalmanagement ist ein Fachbüro mit der Überprüfung der Wege beauftragt worden. Ullrich Flurschütz, Markus Süße und der Bürgermeister vertreten Lautertal im Arbeitskreis. 2019 sollen Mittel in den Haushalt eingestellt werden.