Die Kreisstraße CO1 zwischen Lahm und Hemmendorf, die Staatsstraße bei Wörlsdorf - es sind die "üblichen Verdächtigen" im Coburger Land, bei denen es am Dienstagvormittag Probleme mit dem Hochwasser gegeben hat.

Freilich: Es hat schon deutlich höhere Pegelstände im südlichen Landkreis Coburg gegeben. Aber ein Blick ins Archiv des Hochwassernachrichtendienstes des bayerischen Landesamtes für Umwelt zeigt, dass die Itz in den vergangenen zwölf Monaten nur ganz selten über die Ufer getreten ist. Nur dreimal (im März, im Mai und im Dezember) wurde die Meldestufe I überschritten. Die gilt bei einem Pegelstand von 3,50 Metern in der Schenkenau bei Kaltenbrunn. Das ist dann auch der Zeitpunkt, an dem der Landkreis Coburg die Sperr-Schilder zwischen Lahm und Hemmendorf aufstellt werden. So hoch wie gestern war der Wasserstand im Itzgrund in den vergangenen zwölf Monaten nie - das Jahreshoch lag bei 3,96 Metern am 20. Mai. Von Rekordwerten war die Itz am Dienstag bei knapp über vier Metern weit entfernt, nicht einmal die tief liegende Ortsverbindungsstraße von Gleußen hoch nach Schottenstein musste gesperrt werden.

Und Schnee liegt ja auch nicht

Deshalb herrschte im Wasserwirtschaftsamt in Kronach gestern auch Gelassenheit. "Die Situation im Coburger Land ist alles andere als besorgniserregend", bestätigte Hans Joachim Rost, der beim Wasserwirtschaftsamt für die Stadt und den Landkreis zuständig ist. Drei Tage mehr oder weniger durchgehend Regen - da sei der Wasserstand von Itz und Steinach normal.