Mit dem Beginn der Sommerferien, am kommenden Montag (3. August), geht es los: Das Pflaster, auf dem die Stadtbusse durch die Georgengasse fahren, wird herausgenommen und durch Asphaltbeton ersetzt. Durch die stetige starke Verkehrsbelastung haben sich im gelb-grauen Granitpflaster, das 2007 am Theaterplatz und in der angrenzenden Georgengasse verlegt wurde, tiefe Spurrillen gebildet. Die Sommerferien sind auch das Maß für die Bauarbeiter, denn bis zum 15. September, wenn die Schule wieder anfängt, müsse alles fertig sein, sagt Gerhard Knoch, Abteilungsleiter Tiefbau beim Coburger Entsorgungs- und Baubetrieb (CEB).

Die Sommerferien habe man bewusst gewählt, weil in dieser Zeit keine Schulbusse fahren, so Knoch. Während der Bauarbeiten wird die Georgengasse gesperrt, der Bus-Rendezvouspunkt am Theaterplatz nicht angefahren. Nur die Linien 4, 5, 6 und 7 verkehren an den beiden Fahrbahnhaltestellen auf Höhe des Landestheaters.

Zwei Baubaschnitte

Gearbeitet werde in zwei Bauabschnitten, erläutert Knoch. Zunächst ist der Belag zwischen Mohrenstraße und Steinweg an der Reihe, anschließend der zwischen Steinweg und Theaterplatz. Das markante Viereck aus Pflastersteinen im Steinweg bleibt wie es ist, quasi als optische Verbindung zwischen Spitalgasse und Steinweg.
Als neuen Belag für die Bereiche zwischen den bestehenden Randeinfassungen hat die Stadt einen Asphaltbeton mit heller Granitkörnung gewählt. Der werde durch die Busse, die darüberfahren, mit der Zeit etwas heller und schaffe optisch einen weicheren Übergang zur Umgebung, erklärt Bau-Bürgermeisterin Birgit Weber (CSU).
Die Ideallösung sei Asphalt an dieser Stelle zwar auch nicht, wie Knoch zugibt - irgendwann würden sich auch in diesem Belag wieder Schäden zeigen - aber Asphalt hat einen großen Vorteil gegenüber Pflaster: Er lasse sich viel schneller und kostengünstiger ausbessern. "Das ist in zwei Tagen erledigt."

An einer der am schlimmsten betroffenen Stellen, der Rechtskurve aus der Georgengasse zum Theaterplatz, bleibe es allerdings beim Pflaster. Die Steine werden herausgenommen, der Untergrund begradigt und das Pflaster dann wieder verlegt. Diese Lösung war im Bausenat im letzten Herbst heiß diskutiert worden, doch den Asphalt bis zum Haltepunkt durchzuziehen, hätte nach mehrheitlicher Meinung die Optik, die man beim Bau 2007 erzielen wollte, zu stark beeinträchtigt.

So werden nun insgesamt 420 Quadratmeter Natursteinpflaster ersetzt. Die Kosten bewegen sich voraussichtlich bei rund 100 000 Euro. Neu angeordnet werden die Entwässerungsrinnen in der Gasse. Bisher lagen sie in den Randeinfassungen der Fahrspur, doch auch dort sind die Schäden durch die Busreifen hoch. Deshalb wird nun eine neue Entwässerungsrinne mittig im Asphaltstreifen angelegt.