185 Millionen Euro erhalten die Versicherten zurück, weil die HUK weniger Schäden regulieren musste als 2019. 150 Millionen Euro entfallen auf die Kfz-Versicherungskunden, rund 35 Millionen Euro auf die Haftpflicht-, Unfall- und Sachsparten. Weitere 40 Millionen Euro gehen wegen reduzierter Fahrleistungen an die Kunden zurück.

Bei den Versicherungsbeiträgen konnte die HUK Coburg 2020 zwar zulegen (von 7,8 auf 8 Milliarden Euro), bei den Kapitalerträgen gingen die Einnahmen jedoch zurück (von 852 auf 777 Millionen Euro). Entsprechend sank das Ergebnis: Der Jahresüberschuss nach Steuern liegt bei rund 393 Millionen Euro, das sind rund 50 Millionen Euro weniger als im Jahr zuvor.

Bei der HUK Coburg sind derzeit 13 Millionen Kfz versichert. 1,5 Millionen kamen 2020 neu dazu. Damit sei der Bestand um 4,4 Prozent gewachsen, informierte am Dienstag Klaus-Jürgen Heitmann, Sprecher der HUK-Vorstände. Obwohl die Durchschnittsbeträge gesunken seien, stiegen die Beitragseinnahmen insgesamt leicht um 1,4 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Dafür sanken die Ausgaben für Schadensregulierungen um immerhin eine halbe Milliarde Euro von 3,6 auf 3,1 Milliarden. "Ungebrochen groß" sei das Interesse am Telematik-Tarif der HUK-Coburg, sagte Heitmann: Bei vorausschauender und defensiver Fahrweise gibt es hier Geld zurück.