Scheinbar ein ganz normaler Premierensonntag in der Vorweihnachtszeit. Der Schlossplatz ist dicht gefüllt mit parkenden Autos. Alles wartet auf "Heidi" - drinnen im Landestheater. Doch hinter den Kulissen ist nichts mehr normal seit dem Wasserschaden. Die Technik des Bühnenhauses ist noch immer außer Gefecht gesetzt, die Drehbühne kann ebenso wenig benutzt werden wie die hauseigene Beleuchtungsanlage.

Doch wenn sich dann - mit zwei Wochen Verspätung - der Premierenvorhang tatsächlich öffnet, scheint doch alles ganz normal. Geliehene Scheinwerfer sorgen für Licht - und das spielfreudige Ensemble für lebendiges Theatervergnügen. "Das Leben ist voller Wunder" - so beginnt der Erzähler diese Geschichte des Waisenkindes Heidi, das hoch droben in den Bergen der Schweiz bei seinem äußerlich reichlich grimmigen Großvater aufwächst.