In einem Schreiben wandte er sich nun an das Ordnungsamt der Stadt Coburg, in dem er "straffere Auflagen" für die Standbetreiber und entsprechende Kontrollen fordert.

Ehrenfried Kaiser, derzeit stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes, schickte auf Tageblatt-Nachfrage am Dienstagnachmittag auch gleich einen Kollegen zum Albertsplatz und ließ den Zustand der Bäume überprüfen. Schäden seien nicht festzustellen, berichtete Kaiser kurze Zeit später, räumte aber ein, dass die Stände tatsächlich beim Marktbetrieb oft nahe an den Bäumen stünden. Am vergangenen Freitag sei der Marktmeister aber persönlich vor Ort gewesen und habe den Aufbau überwacht, denn die Standbetreiber seien angewiesen, Abstand zu den Bäumen zu halten. Doch auch dem Kollegen sei dabei nichts Negatives aufgefallen. "Wir können leider nicht alles ausschließen", so Kaiser. "Aber wir nehmen es sehr ernst."

Bereits vor einiger Zeit hatte das Grünflächenamt um die noch jungen Stämme herum Schutzgitter angebracht, denn an manchen Bäumen hatte, etwa durch angekettete Fahrräder, schon die Rinde Schaden genommen.
Werner Weiss will indes nicht missverstanden werden, er sei "heilfroh, dass der Albertsplatz umgestaltet wurde". Doch seiner Meinung nach sollte der eher Aufenthalts- statt Veranstaltungsort sein. "Dafür sind die Bäume einfach zu eng gepflanzt." Er selbst habe übrigens seinerzeit - nach der Pflanzung - darauf hingewiesen, dass die Gleditschien besser geschützt werden müssten, schließlich sehe er als Anwohner oft genug, wie Fahrzeuge auf dem Albertsplatz zwischen den Bäumen rangierten. Dass das Ordnungsamt nicht ständig vor Ort sein kann, ist Weiss bewusst. Seine Anregung: Warum nicht von den Standbetreibern 500 Euro Kaution kassieren?