Die Impfkampagne gegen das Coronavirus für alte Menschen ist angelaufen, und in vielen Kommunen macht man sich Gedanken, wie die über 80-Jährigen in die Impfzentren gelangen, wenn sie nicht mehr allzu mobil sind. So sprach bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag Sozialraumgestalter Matthias Mauer den Transport von Senioren mit dem gemeindeeigenen Bus zum Impfzentrum in Witzmannsberg an. Da nur Einzeltransporte möglich sind, wie Bürgermeister Udo Döhler (UBV) zu bedenken gab, sei dies mit zeitlichen Problemen verbunden. Ferner müsse ein Fahrer gestellt werden, es müssten zahlreiche Dokumentationen gemacht und Versicherungsfragen geklärt werden. "Es ist nicht so einfach, da gibt es einige Fallstricke", sagte Döhler, der. Er verwies darauf, dass nur bei absoluten Notfällen der gemeindeeigene Bus zum Einsatz kommen sollte. Stattdessen meinte er, seien Nachbarschaftshilfen oder die Familie selbst gefragt.

Der Gemeinderat zeigt ein Herz für Fußgänger und Radfahrer. Einstimmig wurde beschlossen, einen Geh- und Radweg an der Nord-Ost-Seite der Von-Werthern-Straße ab der Hausnummer 8 bis zum Rosenauer Weg mit einer Breite von 2,5 Metern zu bauen. Gleichzeitig sollen die drei Geh- und Radwege von der Meininger Straße, von der Weimarer Straße und vom Rosenausteig zusammengefasst und gegenüber dem Abfallzweckverbandsgebäude an den neuen Geh- und Radweg angebunden werden.

Die bisherige Ausfahrt des Geh- und Radweges von der Meininger Straße gegenüber dem Anwesen Von-Werthern-Straße 8 wird zurückgebaut, ebenso der Rosensausteig mit seiner Treppe auf die Von-Werthern-Straße. Diese muss dort entsprechend auf sechs Meter verbreitert werden, wobei ein geringer Grunderwerb Verhandlungen mit den anliegenden Grundstückseigentümern notwendig macht. Eine zunächst angedachte Hüpfinsel wurde verworfen. Stattdessen sind zwei Fußgänger-Druckknopfampeln vorgesehen. Es waren Kosten von rund 150000 Euro im Gespräch. Mit der Planung wurde das Ingenieurbüro Koenig & Kühnel beauftragt.

Udo Döhler teilte mit, dass für den Gewerbesteuerausfall aufgrund Corona ein staatlicher Ausgleich in Höhe von 232 000 Euro gezahlt worden sei. dav