Die Freien Demokraten wählten Jens-Uwe Peter zum Kandidaten für die Bundestagswahl 2021. Die Wahlkreisversammlung für den Wahlkreis Coburg-Kronach hatte den wichtigen Tagesordnungspunkt, den Wahlkreisbewerber für den 20. Deutschen Bundestag zu wählen.

Von Goldkronach über Kronach bis nach Coburg erstreckt sich der Wahlkreis 238. Der Versammlungsleiter, Bezirksvorsitzender Thomas Nagel, erinnerte an die Ergebnisse der zurückliegenden Wahlergebnisse: Im Jahr 2009 erreichte Dr. Ulrich Herbert 11,7 Prozent bei der Bundestagswahl und Alexander Arnold im Jahr 2017 8,2 Prozent. "Das Jahr 2013 wollen wir lieber streichen", meinte Thomas Nagel. Er spielte damit auf das äußerst schlechte Ergebnis an.

Der Vorsitzende der Sängergruppe Fränkische Krone und zugleich stellvertretende FPD-Kreisvorsitzende Jens-Uwe Peter war der einzige Kandidat der Kreisverbände Coburg-Stadt, Coburg-Land und Kronach.

Er will einen behutsamen Ausbau im Weichengereuth

Nach dem Ende der Ära Angela Merkel werde es eine Richtungsentscheidung für viele Jahren geben, sagte Jens-Uwe Peter in seiner Vorstellung. Und weiter: "Die Freien Demokraten wollen die Bürger entscheiden lassen, wie sich fortbewegen wollen." Er setze sich für einen behutsamen Ausbau und einen besseren Verkehrsfluss im Weichengereuth ein. Der Ausbau müsse bedarfsgerecht erfolgen, und er favorisiere einen zweieinhalb-spurigen Ausbau. "Wir wollen nicht nur auf das Auto setzen, sondern setzen auch einen Schwerpunkt auf den Ausbau von Radwegen, dürfen aber dabei die Bahn nicht vergessen", erklärte Peter. Die FPD, so Jens-Uwe Peter weiter, stelle den Menschen als Individuum in den Mittelpunkt. Er sprach weiterhin über das Rentensystem, das die tragende Säule für die Altersvorsorge sein sollte. In den vergangenen Jahren sei dies aber nicht so gewesen, kritisierte Peter. Über die grassierende Seuche musste er sich natürlich äußern: "Wie gehen wir mit Corona um?" Peter meinte: "Wir sollten behutsam mit diesem Thema umgehen, anstatt blanken Aktionismus an den Tag zu legen. Bei allen Maßnahmen müssen die Menschen mitgenommen werden."

In der geheimen Wahl entfielen auf Jens-Uwe Peter 13 Ja-Stimmen der 14 Stimmberechtigten. Es stehe ein interessanter Wahlkampf in einer interessanten Zeit an, merkte Michael Zimmermann, Vorsitzender des FPD-Kreisverbandes Coburg, bei der Wahlkreisversammlung am Mittwochabend im "Pinaz" an. Corona sei auch im Jahr 2021 noch nicht zu Ende. Das Problem: Es regiere nur die Exekutive, das Parlament sei ausgeschaltet, kritisierte Zimmermann. Die Klimaerwärmung sei zur nationalen Sicherheit hochgestuft worden, was fast einem Ermächtigungsgesetz gleiche, kritisierte Neurochirurg Zimmermann. Die FDP stelle ihr Licht unter den Scheffel, denn gerade Bürgerrechte und Wirtschaftsthemen sollten ihre Kernkompetenz sein, das sollte sie zeigen. Und bei der Änderung des Insolvenzrechts müsse die FPD den Verantwortlichen noch einige Fragen stellen, betonte Zimmermann schließlich.

Für die Landesvertreterversammlung wurden als Delegierte gewählt: Jens-Uwe Peter, Michael Zimmermann, Hans-Heinrich Eidt, Markus Latta und Ulrich Herbert.