40 Jahre Feuerwehrdienst von Ebersdorfs Bürgermeister Bernd Reisenweber (BG) war für seinen Vize Joachim Hassel (SPD) Grund genug, eine Gemeinderatsehrung vorzunehmen. Hassel attestierte dem Geehrten Verantwortungsgefühl, beste Menschenführung und die Gabe, das Sicherheitsgefühl in der Gemeinde mit zu prägen.

Der Gemeinderat verschloss sich bei seiner Sitzung am Dienstag nicht der weiteren Digitalisierung der kommunalen Grund- und Mittelschule. Diese verfügt bereits über einen Glasfaseranschluss, so dass lediglich weitere förderfähige Ausstattungen vorzunehmen sind. Einstimmig wurde deshalb beschlossen, 37 000 Euro für die weitere digitale Ausstattung im Jahr 2019 aufzuwenden, wobei die Deckung zu 90 Prozent aus Fördermitteln erfolgt. Bürgermeister Reisenweber oder sein Stellvertreter wurden ermächtigt, Anschaffungen in Höhe der Haushaltsmittel vorzunehmen.

Diesem Beschluss war eine ausführliche Information des Konrektors der Schule, Thomas Fehn, und des IT-Beauftragen der Schule, Günter Fichtmüller, vorausgegangen. Beide präsentierten den Gemeinderäten das Medienkonzept. Im Wesentlichen umfasst dieses Konzept drei Bausteine. Es sind das Mediencurriculum, das den Lehrplanbezug aufzeigt, schulspezifische Schwerpunkte setzt und auf geeignete Materialien verweist. Zum Zweiten wird in diesem Konzept die Fortbildung des Kollegiums koordiniert und schließlich die Ausstattungsplanung, abgestimmt auf pädagogische Anforderungen, geregelt. "Es ist klar, dass wir investieren müssen", sagte der Bürgermeister und fügte hinzu: "Ich bin froh, dass wir eine so engagierte Lehrerschaft haben."

Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Vorstellung des Sanierungskonzeptes für die Schulturnhalle durch Alexander Schrammek von der Energieagentur Nordbayern. Es wurde noch kein Beschluss über die Sanierung, die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gefördert wird, gefasst. Schrammek ging auf die Einzelmaßnahmen der Sanierung ein. Die geplanten baulichen Veränderungen an Gebäudehülle, Gebäudetechnik und Beleuchtung hätten das Ziel, den Energieverbrauch zu mindern. Schrammek nannte zwei Möglichkeiten, dies zu erreichen: die Basisvariante mit Gesamtkosten von 534 000 Euro (Zuschuss 94 000 Euro) oder das KfW-Effizienzhaus-70 für 576 000 Euro (Zuschuss 101 000 Euro). Der Kommentar des Bürgermeisters lautete dazu: "Wir haben eine solide Grundlage, über die wir entscheiden können."

Aus dem Gemeinderat in Kürze:

Der Gemeinderat hatte einer Nutzungsänderung von einem Wohnhaus zu einer Pension abgelehnt, das Landratsamt jedoch hat das Bauvorhaben genehmigt. Dazu meinte der Bürgermeister: "Ich bin gespannt, wie sich die Pension auf die Verkehrsführung auswirkt."

Klaus Alex aus Großgarnstadt erhielt im Auftrag der Feldgeschworenenvereinigung Coburg-Lichtenfels für seine langjährig verdiente Arbeit die Ehrenurkunde. Reisenweber sagte dazu, dass Alex ein Vermittler zwischen Verwaltung und Bürgern sei und eine Vertrauensperson beim Mitwirken der Abmarkung von Grundstücken.

Gemeinderat Jürgen Heymann (CSU), selbst Landwirt, fragte den Bürgermeister, ob die Gemeinde im Rahmen des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" auch einen Beitrag leisten könne. Reisenweber sicherte dies zu. Allerdings seien auch die Bürger gefordert, meinte er. Konflikte mit Landwirten sollten vermieden werden.