Es ist zwar etwas ganz Normales, dass eine Nachbargemeinde als Träger öffentlicher Belange eine Stellungnahme zur Änderung eines Bebauungsplanes abgibt. So auch der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung, als es um das Bauvorhaben "An der Robert-Koch-Straße" in Lichtenfels ging. Die Stadt will ihren Bebauungsplan ändern, damit sich dort großflächiger Einzelhandel dort niederlassen kann.

Bürgermeister Bernd Reisenweber (BG) erhob jedoch den Zeigefinger Richtung Regierung von Oberfranken. Er sah eine Ungleichbehandlung durch die Behörde. Denn in Ebersdorf war eine Bauvoranfrage zur Erweiterung eines Lebensmittelmarktes um 150 Quadratmeter Verkaufsfläche mit dem Hinweis auf das "Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK)", das sowohl Ebersdorf als auch Lichtenfels betreibt, von der Regierung von Oberfranken vor einiger Zeit abgelehnt worden. Die Gemeinde Ebersdorf geht nunmehr davon aus, so Reisenweber, dass bei einer zukünftigen Verkaufsflächenerweiterung in ihrem Gemeindegebiet die Regierung von Oberfranken zu Abweichungen vom ISEK ebenfalls positiv gegenüberstehen müsse.

Gemeinderat stellt sich auf die Hinterfüße

Nochmals auf die Hinterfüße stellte sich der Gemeinderat - und das einstimmig - beim Bauvorhaben zur Errichtung einer doppelseitigen, freistehenden, unbeleuchteten und nicht gerade kleinen Plakatanschlagtafel in Kleingarnstadt. Schon einmal hatte das Gremium den Bauantrag abgelehnt, da es eine Verkehrsgefährdung sah. Das Landratsamt jedoch beabsichtigt, das fehlende Einvernehmen zu ersetzen. Erneut gab es keine Zustimmung im Ebersdorfer Rat.

Kämmerer Tom Schultheiß sprach in seinem Zwischenbericht zum Haushalt von einer schwierigen und nicht berauschenden Situation.

Grund sei der drastische Einbruch der Gewerbesteuer. Eingegangen seien bisher 874.000 Euro. Schultheiß hofft, dass der Haushaltsansatz 2015 von zwei Millionen Euro erreicht werden kann.