Es ist eine verworrene Geschichte: Was Meeder und Kronach Schauriges miteinander zu tun haben. Ob die neue Holzskulptur den Betrachter aufklären kann?
An der Abzweigung von Meeder nach Birkenmoor und Kleinwalbur stand eine jahrhundertealte Linde. Darunter befand sich ein rätselhafter Stein mit einer senkrechten und waagrechten Rippe in Form eines T. Zu diesem Stein gibt es eine überlieferte Sage von drei Raben, die auf einer Kanone saßen und an dieser herumpickten. Als die Feinde schießen wollten, gingen die Geschütze nicht los. Die Leute fingen die drei Raben ein. Als diesen die Haut abgezogen wurde, kamen drei Männergestalten zum Vorschein. Diese flohen mit ihrer Haut unterm Arm nach Kronach. Dort wurde ihnen ein Denkmal erbaut. Die geschundenen Männer sind auch im Stadtwappen der Stadt zu sehen. Die Geschichte dazu ist auf einer großen Tafel neben der geschnitzten Holzfigur nachzulesen.
Kopfloser Reiter und Totengräber
Meeders Bürgermeister Bernd Höfer hatte sich für den Sagenweg starkgemacht. Die alten überlieferten, oft gruseligen Geschichten erweckten sein Interesse. Sie sollen für die Nachwelt erhalten bleiben. In der Meederer Flur sind bereits sieben Figuren und die dazugehörige Sage schriftlich auf einer großen Tafel festgehalten und nachzulesen. In Moggenbrunn steht die Elisabeth und weiter der Kopf des Seereiters. Zur Geschichte der Zauberrute gehört der Schäfer vor dem historischen Schafhaus, der kopflose Reiter steht unweit der Alexandrinenhütte, der Totengräber am Friedhof vor Ottowind, der Schatz des Bettelmanns in Drossenhausen und neu "Die drei Raben" in Meeder. Letztere wurden am Kirchweihsonntag enthüllt unter Beisein zahlreicher Besucher. Die Geschichte verlas die Spenderin der Holzfigur, Elke Fuchsberger, die einige Sagen aus Meeder und Umgebung ausfindig gemacht hatte.
Bereits um 1845 wurde eine alte Coburger Sagensammlung zusammengestellt und herausgebracht. Bürgermeister Höfer möchte den Sagenweg erweitern in Richtung Bad Rodach und Lautertal.