"Hans-Karl Bauer hat sehr viel für das Handwerk geleistet!" Diese Feststellung war Reinhard Bauer wichtig, bevor er am Freitag "den Neuen" an der Spitze des Verwaltungssitzes Coburg der Handwerkskammer für Oberfranken vorstellte.

Doch zunächst seien ein paar Begrifflichkeiten erklärt: Hans-Karl Bauer durfte anfangs noch den Titel "Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Coburg tragen". Doch seit der Fusion mit der Handwerkskammer Oberfranken im Jahr 2001 gibt es nur noch in der Zentrale in Bayreuth einen Hauptgeschäftsführer (aktuell: Reinhard Bauer), während in Coburg ein Leiter die Fäden in der Halt hält.

Ziel: Menschen in der Region halten!

Ab dem 1. März wird Gerold Gebhard dieser Leiter sein. Der 53 Jahre alte Volljurist kennt sich mit dem Kammerwesen bestens aus: Von 2006 bis 2010 war er Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Coburg (IHK). Reinhard Bauer sagte: "Er wird die Speerspitze des Handwerks in Coburg sein." Wobei das nicht als Spitze gegen die andere Kammer zu verstehen sei. Denn bei aller Konkurrenz im Werben um junge Menschen hätten Handwerkskammer und IHK ein gemeinsames Ober-Ziel: "Menschen in der Region halten!"

Gerold Gebhard wiederum nannte drei Ziele: 1. Er wolle "Sprachrohr für das Coburger Handwerk" sein und der Coburger Wirtschaft eine "starke Stimme" geben. 2. Er wolle die Handwerksbetriebe in der Region bestmöglich unterstützen, vor allem auch rechtlich. Und 3.: Gerold Gebhard möchte versuchen, ganz gezielt auch mehr Frauen für das Handwerk zu begeistern.