Einen Tag nach den Weihnachtsfeiertagen wurde im Coburger Land mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Seitdem haben fast drei Viertel aller über 80-Jährigen im Coburger Land ihre erste Dosis Impfstoff erhalten, mehr als 60 Prozent von ihnen schon die zweite. Im nächsten Schritt sind nun die über 70-Jährigen und weitere Zugehörige der Gruppe 2 an der Reihe. Sie werden allerdings - anders als die über 80-Jährigen - nicht vorab benachrichtigt. Eigeninitiative ist gefragt. Was es dabei zu beachten gibt, zeigt der folgende Überblick.

Wo kann ich mich anmelden?

Wer sich impfen lassen möchte, kann sich online unter der Adresse https://impfzentren.bayern/citizen/ registrieren. Die Online-Registrierung ist die bevorzugte Anmeldevariante, weil dabei die Terminvergabe in der Regel etwas schneller und effizienter funktioniert.

Wohin wende ich mich, wenn ich mich online nicht anmelden kann?

Wem dies nicht möglich ist, der kann sich telefonisch über die Impfzentrums-Hotline 09561/7334730 registrieren lassen und erhält dann, sobald er an der Reihe ist, auch einen Anruf zur Terminvereinbarung.

Wie melde ich mich an?

1. Bei der Registrierung gibt man seine E-Mail-Adresse ein und vergibt ein Passwort. Mit einer E-Mail-Adresse können bis zu fünf Personen angemeldet werden.

2. Per E-Mail wird ein Link geschickt, den man zur Verifizierung anklicken muss.

3. Nun macht man Angaben zu seiner Person, Wohnsituation, zum Beruf und zum Gesundheitszustand (Vorerkrankungen). All diese Angaben werden bei der Ermittlung der Priorisierungsgruppe berücksichtigt. Alle Angaben müssen nachprüfbar sein, zum Beispiel durch ein ärztliches Attest.

4. Hat man die Daten gespeichert, erhält man eine Information, welcher Priorisierungsgruppe man angehört.

5. Wer an der Reihe ist, wird automatisch per E-Mail oder SMS kontaktiert. Eine weitere Kontaktaufnahme mit dem Impfzentrum ist nicht erforderlich. Es wird gebeten, auf Nachfragen zu verzichten, da dies die Kapazitäten belastet und zu Verzögerungen im Ablauf der Terminvereinbarungen führen kann.

Wie erfolgt die Terminvergabe?

Die Impftermine werden je nach Zugehörigkeit zu den Priorisierungsgruppen vergeben (Gruppe 1: über 80 Jahre, Gruppe 2: über 70, Gruppe 3: über 60, Gruppe 4: alle weiteren). So wird sichergestellt, dass die besonders gefährdeten Menschen zuerst geimpft werden.

Wie erfahre ich, wann ich dran komme?

1. Wer an der Reihe ist, wird automatisch per E-Mail oder SMS kontaktiert. Ein Termin kann dann online unter https://impfzentren.bayern/citizen/ vereinbart werden. Dazu meldet man sich mit der bei der Registrierung vergebenen E-Mail-Adresse und dem Passwort an.

2. Auf "Termin auswählen" klicken.

3. Nun bestätigt man, dass alle für die Impfung notwendigen Nachweise vorliegen, sonst kann nicht geimpft werden.

4. Per SMS wird ein sechsstelliger Bestätigungscode geschickt.

5. Dann wird je ein Termin für die Erst- und die Zweitimpfung vorgeschlagen. Man kann aber auch andere Termine auswählen.

6. Die Termine bleiben bis zur Bestätigung zehn Minuten reserviert.

7. Wer möchte, kann sich zwei Tage vor dem jeweiligen Termin eine Erinnerung per SMS oder E-Mail schicken lassen.

8. Nun wird der Impftermin mit "Termin buchen" bestätigt.

9. Der voraussichtliche Impfstoff wird angezeigt sowie die Adresse des Impfzentrums.

10. Nun erstellt man den Impfbogen, den man am Tag der Impfung vorlegen muss.

11. Noch einmal werden Fragen zum Gesundheitszustand gestellt. Wer etwa in den vergangenen sechs Monaten mit dem Coronavirus infiziert war, darf nicht geimpft werden.

12. Der Impfbogen wird ausgedruckt und zum Impftermin mitgenommen.

Warum sind bereits jüngere Leute geimpft?

Das liegt daran, dass einige Berufs- oder Einsatz bezogene Gruppen nachträglich in der Priorisierung sozusagen aufgestiegen sind, etwa Pflegepersonal oder Lehrkräfte.

Warum dauert das Impfen so lange?

Das Impftempo ist abhängig von der zur Verfügung stehenden Impfstoffmenge. Je mehr Impfstoff zur Verfügung steht, desto schneller geht es auch voran.

Aktuell werden bereits Personen der Priorisierungsgruppe 2 geimpft. Sollte in nächster Zeit mehr Impfstoff ausgeliefert werden, kann voraussichtlich im Juni damit begonnen werden, die Zugehörigen zur Priorisierungsgruppe 3 (älter als 60 Jahre) zum impfen. Daran anschließend sollen alle weiteren Personen eine Impfung erhalten.

Wer gehört zur Gruppe 2?

Neben der Altersgruppe der 70- bis 80-Jährigen gehören zur Priorisierungsgruppe 2 auch alle, für die ein erhöhtes Risiko besteht, sollten sie an Covid-19 erkranken. Dazu gehören: Personen...

...mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung; nach Organtransplantation; mit Demenz oder einer geistigen Behinderung bzw. mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression; mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen;

mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung;

mit Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen; mit Diabetes mellitus mit Komplikationen; mit Leberzirrhose; mit chronischer Leber-/Nierenerkrankung; mit Adipositas (ab einem BMI von 40);

mit hohem/sehr hohem Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf bei einer Corona-Infektion; außerdem enge Kontaktpersonen von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person oder von einer schwangeren Person.