"Keine Bange, das wird nur an einigen Tagen im Jahr geschehen", hatte der Vorsitzende des Rödentaler Heimatvereins, Harald Tischer, gesagt, als im April ein großes Eisentor an der Lauterburg angebracht wurde. Es sollte nur an einigen Tagen im Jahr verschlossen und abgesperrt sein. Nun blieb das Tor aber ständig verriegelt.

Nicht der Heimatverein hatte das Vorhängeschloss angebracht und abgeschlossen, sondern die Stadt. Sie ist Eigentümerin der Burg. "Es gab immer wieder Probleme mit Scherben und Dreck, die dort hinterlassen wurden", erklärte Bürgermeister Gerhard Preß. Man habe nie so richtig gewusst, wer sich auf der oberen Plattform aufhält und was dort getrieben wird. Wer den Bereich betreten möchte, der könne aber den Schlüssel bei der Stadt bekommen.
Das schien aber keine Lösung zu sein für Spaziergänger und Wanderer oder Familien, die spontan auf der Burg Picknicken wollten.
Die standen vor verschlossenem Burgtor. Das wiederum gefiel dem Heimatverein nicht so recht.
"Die Burg soll ja für die Bürger offen sein, die dorthin ihren Sonntagsspaziergang unternehmen oder einfach den schönen Ort genießen wollen", sagt Ingrid Ott vom Heimatverein, der maßgeblich an der Gestaltung des heutigen Burgumfeldes beteiligt gewesen ist. Das Tor, so betont sie, ist vor allem dafür gewünscht worden, bei Festveranstaltungen wie am Maifeiertag oder Christi Himmelfahrt den oberen Burgbereich aus Sicherheitsgründen sperren zu können.

Nun soll das Tor wieder geöffnet werden. "Die Leute sollen hinein dürfen", sagt Ingrid Ott. Dafür sei die Burg ja gedacht. Aber nicht für Gruppen, die dort etwa regelmäßig größere Treffen abhalten oder Trainings veranstalten wollen. Ab Montag jedenfalls soll sich das Tor wieder für alle öffnen. Die unteren Bereiche und die Gewölbe bleiben aus Rücksicht auf die dort lebenden Fledermäuse verschlossen.
Trotzdem sind zu bestimmten Zeiten auch Führungen möglich. Interessenten können sich unter der Telefonnummer 09563/50650 anmelden.