Die Coburger CSU setzt im bevorstehenden Landtags- und Bundestagswahlkampf nicht nur auf prominente Gäste. Am Dienstag war ja bekannt geworden, dass Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber am Montag, 29. Juli, nach Coburg kommt - er wird wahrscheinlich in einem Biergarten sprechen.

"Es geht um die richtigen Konzepte und Ideen für eine zukunftsfähige Region", erklärte der CSU-Bundestagsabgeordnete Michelbach. Nach Ansicht der CSU sei es in diesem Zusammenhang besonders wichtig, die Leistungsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes zu erhalten. "Dazu gehört eine gute Verkehrsinfrastruktur, aber auch eine Einbindung der Coburger Hochschule." Weitere Themen, die nach Einschätzung Michelbachs eine große Rolle im Wahlkampf spielen wird, sind die Bezahlbarkeit von Energie sowie der demografische Wandel und seine Auswirkungen auf den Coburger Raum.

Dass Landtags- und Bundestagswahl binnen acht Tagen stattfinden, erachtet Michelbach nicht als Nachteil. "Wir können sowieso nur als Mannschaft gewinnen!" Und wie blicken die Kommunalpolitiker auf die Wahlen am 15. und 22. September? Schließlich ist es dann nicht mehr lang bis zu den Kommunalwahlen im März 2014.

Rückenwind für März 2014?

"Wir hoffen natürlich, dass uns die Landtags- und die Bundestagswahl Rückenwind bringt", sagte am Mittwoch Großheiraths Bürgermeister Udo Siegel (CSU). Denn selbst wenn eine Wahl auf kommunaler Ebene auch immer sehr viel mehr eine Persönlichkeitswahl ist: "Wir werden schon darauf angesprochen, was denn ,unsere Leute da in München' zum Beispiel so bei der Verwandtenaffäre machen." Unabhängig davon sei man auch in Großheirath gerade dabei, die Listen für die Gemeinderatswahl zusammen zu stellen. "Wir haben keine Probleme, die Liste voll zu bekommen." Wahrscheinlich werde es für jeden der 14 Plätze sogar noch einen Ersatzkandidat geben. Einzige Sorge: "Wir wünschen uns mehr Frauen!" Ziel sei es in Großheirath, wo die CSU eine Listenverbindung mit dem Bürgerblock hat, die acht Gemeinderatssitze mindestens zu halten.

Und damit noch zu Eckard Vogel: Er organisiert die fast 80 CSU-Aktionstage, die es von bis August in ganz Bayern gibt. "Coburg ist meine 15. Station", erzählte er - und das war gleich aus zwei Gründen etwas Besonderes. Erstens: Für ihn als Bamberger war das quasi ein "Heimspiel". Zweitens: "Endlich haben wir mal schönes