• Coburg Impfzentrum bekommt Unterstützung der Bundeswehr 
  • Grund: Weiterhin hoher Inzidenzwert in der Stadt
  • Stadt Coburg bekam jüngst Sonderlieferung von Impfstoffen zugesichert 
  • Impfzentrum hat weiteren Grund - "Geringe Dichte"

Die Stadt Coburg ist mit einem Inzidenzwert von 219,1 (Stand: 17. Mai 2021) weiterhin einer der traurigen Spitzenreiter in Deutschland. Jüngst wurde angekündigt, dass die Stadt eine Sonderlieferung des Impfstoffes Johnson & Johnson bekommen soll. Der Landtagsabgeordnete Martin Mittag verkündete am Montag, dass das Impfzentrum Stadt nun Unterstützung vonseiten der Bundeswehr erhalten soll. 

Bundeswehr-Impfzentrum in Coburg: Geringe Dichte an Arztpraxen - zu wenig Geimpfte

Zwar waren die Zahlen in den vergangenen Tagen stetig gesunken, sie liegen aber weiterhin deutlich über dem angestrebten Wert von unter 100. Der CSU-Landtragsabgeordnete Martin Mittag machte sich deshalb nach eigenen Aussagen für ein Impfzentrum der Bundeswehr in Coburg stark:  „Deshalb konnte ich in einem intensiven Austausch mit der Bayerischen Staatsregierung sowie mit aktiver Unterstützung und Vermittlung durch den Bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek erreichen, dass Coburg nun ein zusätzliches Impfzentrum bekommt", teilt er in einer Pressemitteilung mit.

Am Dienstag (18. Mai 2021) teilte Martin Mittag im Gespräch mit inFranken.de mit, dass die Bundeswehr das bereits bestehende Impfzentrum unterstützen wird. Demnach wird es also kein neues Impfzentrum geben. "Es ist so einfach leichter, in bereits bestehende, funktionierende Strukturen einzusteigen", so Mittag. Er hofft, dass die Unterstützung so schnell wie möglich ankommt und die zusätzlich geordneten Impfdosen schnell verabreicht werden können. 

Laut Mittag liegt die Zahl der Impfungen in Coburg unter dem bayernweiten Durchschnitt. Das liege zum einen an nicht ausreichendem Impfstoff, zum anderen aber auch an der geringen Dichte an Arztpraxen im Raum Coburg. „Zwar leisten“, so Mittag, „sowohl das aktuell zentral für Stadt und Landkreis betriebene Impfzentrum wie auch insbesondere unsere Ärzteschaft in der Region alles Menschenmögliche, um so viele Impfungen wie möglich anzubieten und zu vollziehen", es reiche aber in der aktuell angespannten Lage nicht aus. Die Soldaten der Bundeswehr in Coburg sollen nun dazu beitragen, dass möglichst vielen Impfwilligen zeitnah ein Angebot für zumindest eine Erst-Impfung gemacht werden kann.

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