Am 12. Mai 2022 soll ein landesweiter Probealarm stattfinden. So soll auch in Coburg überprüft werden, ob das Netz zur "Warnung für den Katastrophenfall" funktioniert. Doch hier wird kaum etwas zu hören sein.
Am kommenden Donnerstag, den 12. Mai, um 11 Uhr probt ganz Bayern wieder die Warnung für den Katastrophenfall. Über die verschiedensten Wege werden Warnungen an die Bevölkerung ausgespielt. Gerade in Bezug auf die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sei es wichtig darauf hinzuweisen, dass es sich nur um eine Übung handle und keine wirkliche Gefahr besteht, so die Stadt Coburg.
Während in vielen anderen Kommunen der Probealarm über Sirenen hörbar sein werde, würden es in Coburg Smartphones sein, die die Warnungen weitergeben. Dazu müssten sich die Menschen WarnApps wie zum Beispiel NINA oder KatWarn aus den jeweiligen Appstores installiert haben, heißt es.
"Im Stadtgebiet gibt es aktuell keine öffentlichen Warnsirenen. Allerdings können Sirenen aus anderen Gebieten je nach Wetterlage auch in der Stadt zu hören sein", so die Stadt Coburg.
Nicht nur für Coburg. Man sollte darüber nachdenken, ob man nicht wieder für funktionierende Sirenen sorgt, welche evtl. über Notstromaggregat laufen. Wenn wirklich ein riesiger Notfall eintritt und vorher der Strom ausgefallen ist oder die Funkmasten beschädigt wurden, dann ist eine Warnung über SmartphoneApp nicht sehr hilfreich. Und das mit den Ukraineflüchtlingen ist sicher zu händeln durch vorherige Infos. Keine Sirenen einzusetzen, weil jemand sich erschrecken könnte ist im Notfall auch keine Lösung. Unsere (Nach)kriegsgeneration musste auch damit leben, obwohl sie an Sirenen keine guten Erinnerungen hatte.