22-Jähriger schießt mit Schreckschusswaffe am See: Am Dienstagabend (15. März 2022) rückten mehrere Polizeistreifen in den Coburger Stadtteil Neuses aus, nachdem dort eine unbekannte Person mit einer Schreckschusswaffe in der Nähe des Goldbergsees mehrere Schüsse abgefeuert hatte.

Um 18.20 Uhr teilten Zeugen der Polizei mit, dass ein Mann in der Rodacher Straße auf einer Bank sitzt, eine Schusswaffe in der Hand hält und sich dabei mit einem Handy filmt. Wenige Zeit vorher wurden in unmittelbarer Umgebung mehrere Schüsse abgefeuert, so die Polizeiinspektion Coburg

Coburg: Coronainfizierter Mann schießt mit Schreckschusswaffe am See und filmt sich dabei 

Die Beamten griffen den 22-Jährigen in der Rodacher Straße auf. Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Polizisten eine Schreckschusswaffe, die er im Hosenbund führte. Im Rahmen einer sich anschließenden Durchsuchung der Wohnung des Mannes fanden die Beamten eine zweite Schreckschusswaffe.

Den erforderlichen Waffenschein für das Führen einer Schreckschusswaffe besaß der 22-Jährige nicht. Die Beamten stellten beide Waffen sicher. Da dem alkoholisierten Mann jegliche Einsicht fehlte und sich äußerst aggressiv gegenüber den Beamten verhielt, war laut der Polizeiinspektion eine Ingewahrsamnahme unumgänglich.

Die Coburger Polizisten führten vor Ort einen Alkotest durch. Dieser ergab einen Wert von 1,9 Promille. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der 22-Jährige aktuell coronainfiziert ist und eine häusliche Quarantäne angeordnet war. Gegen diese verstieß der Mann. 

Gegen den 22-Jährigen wird nun wegen des Verstoßes nach dem Waffengesetz, des unerlaubten Führens der Schreckschusswaffe sowie nach dem Infektionsschutzgesetz ermittelt.