Mit konzertierenden den Geschwistern hat der Coburger "Verein" bereits beste Erfahrungen gemacht. Der Auftritt der Brüder Gerassimez im März 2015 ist noch in bester Erinnerung.

Nun gastierten die Schwestern Mariella und Magdalena Haubs ebenfalls im HUK-Foyer auf der Bertelsdorfer Höhe - und zogen das Publikum vom ersten Ton an in Bann. Die Geigerin Mariella Haubs, bei Itzhak Perlman und Ingolf Turban ausgebildet, und ihre Schwester Magdalena am Steinway-Flügel führten vor Ohren, worin die Kunst kammermusikalischer Interpretation besteht - im stets lebendigen, spannungsvollen Dialogisieren.

Das galt ganz besonders gleich zum Auftakt bei Beethovens noch immer immens herausfordernder "Kreutzer-Sonate". Schon hier setzte Mariella Haubs ihren schlanken, hellen, bei Bedarf auch kraftvollen und klar konturierten Geigerin wirkungsvoll in Szene. Stets bestens in Balance gehalten: das Zusammenspiel mit Magdalena Haubs.

Kontrastreich dann der zweite Teil mit zwei lyrisch ruhigen Stücken von Joseph Achron (Hebräische Melodie) und Gabriel Fauré (Berceuse) sowie der Violinsonate Es-Dur von Richard Strauss. Dass sich in diesem Frühwerk des damals 23-Jährigen bereits manche Facetten des späteren Musikdramatikers und Orchester-Klangzauberers entdecken lassen, führten die Schwestern Haubs sehr überzeugend vor.

Mit ihrer umjubelten Wiedergabe erfüllten sie sich nach eigenem Bekunden einen Jugendtraum - diese Strauss-Sonate erstmals gemeinsam in einem Konzert zu musizieren.

Heftiger Beifall und eine Zugabe: Pablo de Sarasates "Malaguena".