Autofahrer dreht auf Bundesstraße bei Coburg durch und greift anderen an

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Was mit einem normalen Überholmanöver begann, endete auf einer Bundesstraße bei Coburg mutmaßlich mit mehreren strafbaren Delikten. Das Opfer kam mit dem Schreck und einer Beule in der Tür davon.

Vollends aus dem Ruder verlief am Samstagmittag (25. Juli 2026) kurz nach 13 Uhr die Begegnung zweier Autofahrer, die auf von der B289 kommend auf der B4 in Richtung Coburg unterwegs waren.

Die Polizei schildert den kuriosen Vorfall wie folgt: Zunächst sei einem 53-jährigen Seat-Fahrer ein vor ihm fahrender Ford aufgrund seiner Fahrweise aufgefallen. Beim Überholen im Bereich der Überleitung zur B4 erkannte der Seat-Fahrer, wie der Überholte an seinem Handy tippte, weswegen er kurz hupte.

Auto auf der B4 quergestellt und anderen Autofahrer angegriffen

Die Polizei vermutet, dass das den Ertappten so in Rage gebracht habe, dass er den Seat wieder überholte, um ihn dann mehrfach auszubremsen. Nachdem der Ford wieder auf der rechten Fahrspur gefahren sei, habe der 53-Jährige in seinem Seat wieder versucht, den Ford zu überholen. Doch der Fahrer habe daraufhin versucht, den Seat in die Mittelleitplanke abzudrängen - was ihm nicht gelang.

Doch damit nicht genug. Wie die Polizei weiter berichtet, stellte der Ford-Fahrer seinen Transporter auf Höhe der Ausfahrt Creidlitz quer auf die Straße und zwang den Seat dadurch zum Anhalten. Der Fahrer des Ford sei daraufhin ausgestiegen, habe den Seatfahrer mehrfach beleidigt und dann noch gegen die Beifahrertür getreten. Erst als der 53-jährige Geschädigte die Polizei verständigte, habe der Angreifer von ihm abgelassen und sei davongefahren.

Der Polizei ist es zwischenzeitlich nach eigenen Angaben gelungen, den Ford-Fahrer dingfest zu machen. Gegen den 57-Jährigen stehen nun mehrere Delikte im Raum. Ihn erwartet ein Strafverfahren. Durch den tritt gegen die Tür sei am Seat ein Sachschaden von rund 1000 Euro entstanden. Die Polizei bittet Zeugen oder eventuell weitere Gefährdete, sich unter der Telefonnummer 09561/6450 zu melden.

Vorschaubild: © Carsten Rehder/dpa