Die "Weißenbrunner Höhe" in Untersiemau wurde für Wohnbebauung ausersehen. Einen entsprechenden Beschluss fasste kürzlich der Gemeinderat. Dabei wollte das Gremium der großen Nachfrage insbesondere an kleineren Baugrundstücken entsprechen. Das Sonnefelder Ingenieurbüro Kittner & Weber soll den Auftrag erhalten, einen Bebauungsplanentwurf zu fertigen. Das Areal umfasst drei Untersiemauer Gemarkungen.

Und es muss schnell gehen: Der Gemeinderat empfiehlt dem Büro aus wirtschaftlichen Gründen, die Verfahrensschritte zugleich mit der Bauleitplanung "Fichterersäcker" im Ortsteil Scherneck durchzuführen. Das Gremium wünscht sich, dass die Planungsschritte rasch erfolgen, so dass nach dem Satzungsbeschluss bereits Mitte Dezember eine beschränkte Ausschreibung der Erschließungsarbeiten erfolgen kann.

Änderung bei den Kitaplätzen

In Sachen Kindergartenplatznot hat sich eine neue Situation ergeben. Der Träger der Kindertagesstätten, die evangelische Kirchengemeinde, kam zwischenzeitlich zu einem Ergebnis, das den Gemeinderat zum Umdenken zwingt. Es wurde mitgeteilt, dass die Gruppenzahl im "Haus Sonnenschein" nicht von fünf auf sechs erhöht werden könne - aus organisatorischen Gründen. Für eine weitere Gruppe müsste eine eigene Leitungsorganisation und Erziehungskonzeption erstellt werden. Und, mehr noch: Für dieses neue Kinderhaus müsste die politische Gemeinde das Defizit aus der Jahresrechnung zu 100 Prozent übernehmen. Somit beschloss der Gemeinderat, ein Architekturbüro mit der Planung eines ein- oder zweigruppigen Kinderhauses in Modulbauweise zu beauftragen. Dabei sollen Bedarfsplanungen und Kostenschätzungen durchgeführt werden. Bei jeder Variante seien mögliche Standorte - egal, wo sich diese in der Gemeinde befinden -, und die Trägerschaft der Einrichtung zu klären. Die Planungsvarianten sollen zunächst wieder dem Ausschuss Infrastruktur, Bauen und Umwelt zur Vorberatung vorgelegt werden. Der Beschluss vom 24. Juni, mit dem das Architekturbüro beauftragt wurde, eine zeitlich befristete Gruppe zu schaffen, wurde damit aufgehoben.

Jugendarbeit soll wiederbelebt werden

In der Gemeinde hat man das Gefühl, in letzter Zeit sei die Jugendarbeit zum Erliegen gekommen. Sozialmanagerin Sabine Marr blickte zurück und stellte vor dem Gremium Überlegungen für einen Neustart an. Betroffen seien die Gruppen für Sechs- bis Elfjährige sowie Zwölf- bis 18-Jährige. Dabei herrsche vor allem bei der älteren Gruppe derzeit ein Vakuum. Der Gemeinderat beschloss, dass zum Gelingen einer offenen Jugendarbeit in der Gemeinde eine Art Denkwerkstatt gegründet werden soll. Mitglieder sollen Sozialmanagerin Sabine Marr sowie Kinder- und Jugendbeauftragter Stefan Janson sein. Sie sollen die Vorbereitung und Moderation übernehmen. Weiterhin solle jede Fraktion eine weitere teilnehmende Person benennen. Es soll ein Konzept erstellt, eine Begegnungsstätte gesucht und das Vorhaben dem Gemeinderat unterbreitet werden. Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) betonte: "Mir liegt viel daran, dass zahlreiche gute Ideen entwickelt werden!"