Die Anbindung der Carl-Brandt-Straße an die Kreisstraße CO12 wird doch gebaut und somit ein jahrelanges Vorhaben in die Wege geleitet. Wie Bürgermeister Bastian Büttner (CSU) bei der Gemeinderatssitzung am Montag mitteilte, habe der Gemeinderat dies bei seiner vorangegangenen nichtöffentlichen Sitzung beschlossen. Für das Straßenbauprojekt gebe es allerdings keine staatliche Hilfe. Die Behörden begründeten das damit, dass es sich bei der Carl-Brandt-Straße um eine innerörtliche Erschließungsstraße handele.

Nicht alles auf einmal

Die Kosten einschließlich des Grunderwerbs bezifferte der Bürgermeister mit 1,57 Millionen Euro, die die Gemeinde nun allein zu stemmen habe. Man habe sich schon überlegt wie: Das Vorhaben soll in zwei bis drei Teilstücke gegliedert werden, die dann wiederum über mehrere Gemeindehaushalte finanziert werden. "Das wird neben dem Kindergartenbau eine der großen Aufgaben der Gemeinde für die nächsten Jahre werden", sagte Büttner.

Skatepark ja, aber wohin?

Ein Herz für Jugendliche will der Gemeinderat zeigen. Denn der Wunsch der jungen Mitbürger, einen Skatepark einzurichten, soll berücksichtigt werden. Bürgermeister Büttner sagte, er werde weiter Gespräche führen. Hauptsächlich gehe es darum, einen geeigneten Ort zu finden. Bei der Finanzierung seien der Gemeinde jedoch die Hände gebunden, da es sich bei der Anlage eines solchen Sportgeländes um eine freiwillige Leistung handele. Dieses Vorhaben könne nur angegangen werden, wenn die Gemeinde nicht weitere Kredite aufnehmen müsse. Büttner brachte schon mal als den Standort den Bereich neben dem Spielplatz im Park ins Gespräch, verwarf dies aber selbst gleich wieder. Da könnten Probleme auf die Gemeinde zukommen, war die Begründung. Eine Alternative könnte der "Alte Turnplatz" sein. Gemeinderätin Marita Pollex-Claus (CSU) kommentierte dies mit den Worten: "Wir werden es im Auge behalten."

In der Seilersgasse 8 soll das alte Schulgebäude abgerissen und an dessen Stelle ein Kindergarten neu gebaut werden. Die Gemeinde habe schon ein Schadstoffgutachten in Auftrag gegeben, berichtete der Bürgermeister und gab das Ergebnis gleich bekannt: "Nicht unerhebliche Schadstoffeinträge sind in Putz und Estrich zu finden, die zunächst beseitigt werden müssen." Als nochmals Entkernen und Wiederverwendung des alten Gebäudes von Gemeinderäten ins Gespräch gebracht wurden, verwarf der Bürgermeister Bastian Büttner diese Idee sofort. Ein Vollabriss sei die wirtschaftlichste Lösung, meinte Büttner. Im Übrigen sehe das die Regierung von Oberfranken genauso.

Gewinn für die Bücherei

Ein dickes Lob hatte der Bürgermeister für Gemeinderätin und Büchereileiterin Corinna Leicht (ÜWN). Ihrem Engagement sei es zu verdanken, dass die Bücherei mit einem Gutschein von 1000 Euro der Bayernwerk Netz GmbH ausgezeichnet wurde, sagte Büttner und fügte hinzu: "Da steckt Herzblut dahinter."