Auf der A73 ist es zu einer Reihe von Unfällen gekommen. Verursacht wurden sie von einem Lkw-Fahrer, der auf der Autobahn in Richtung Nürnberg unterwegs war.

Als die Polizei den Fahrer des Lastwagens kontrollierte, stellte sich heraus, dass er stark betrunken war. 

Unfälle von Rödental bis Breitengüßbach

Der erste Unfall ereignete sich im Bereich der Anschlussstelle Rödental. Dort wollte der Sattelzugfahrer einem anderen Lkw die Einfahrt auf die A73 in Richtung Nürnberg ermöglichen und wechselte, ohne auf den rückwärtigen Verkehr zu achten, auf den linken Fahrstreifen. Auf diesem befand sich jedoch bereits ein Monteur aus der Oberpfalz mit seinem Kleintransporter. Dieser Kleintransporter wurde komplett durch den Sattelzug gegen die Mittelschutzplanke gedrückt. Dabei sprang die Beifahrerscheibe, der rechte Außenspiegel wurde abgerissen und es entstand ringsum ein erheblicher Blechschaden. Der Fahrer des Kleintransporters kam so mit dem Schrecken davon und blieb unverletzt. Der Sattelzugfahrer setzte seine Fahrt einfach fort.

Der zweite Unfall ereignete sich im Bereich einer Baustelle an der Anschlussstelle Breitengüßbach-Süd, dort streifte er eine Betongleitwand und überfuhr mehrere Warnbaken. Auch hier fuhr er einfach weiter. Da der erste Unfall durch zwei Augenzeugen beobachtet werden konnte und das Kennzeichen des Sattelzugs fotografisch gesichert wurde, war es der Verkehrspolizei Coburg möglich, sofort den Halter zu ermitteln. Letztendlich musste der Fahrer aufgrund eines geplatzten Reifens am Autobahnparkplatz Zückshuter Forst anhalten.

Streifen der Verkehrspolizei Bamberg und Polizei Bamberg-Land nahmen dann den Fahrer in Empfang. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,76 Promille. Der Fahrer war so stark betrunken, dass er nach richterlicher Anordnung in einer Gewahrsamszelle der Polizei Bamberg bis zum nächsten Morgen ausgenüchtert werden musste. Ihm drohen nun eine hohe Geldstrafe und ein mehrmonatiges Fahrverbot in Deutschland.