36 Jahre im Dienst: Trauer um besonderen Lehrer - "begeisterte seine Schüler"

1 Min
36 Jahre im Dienst: Trauer um besonderen Coburger Lehrer - "Begeisterte seine Schüler"
Der 75-jährige Coburger Lehrer Martin Hösch ist nach schwerer Krankheit gestorben. In einem emotionalen Nachruf erinnert sich sein Gymnasium an die besondere Persönlichkeit.
Symbolbild: Trauer, Kerze
Myriams-Fotos/pixabay.com

Das Coburger Casimirianum Gymnasium trauert um einen Lehrer, der hier 36 Jahre lang tätig war. Doch auch außerhalb des Schullebens nahm die engagierte Lehrkraft zahlreiche Aufgaben wahr.

Das Coburger Gymnasium Casimirianum trauert um die langjährige Lehrkraft und den Studiendirektor außer Dienst Martin Hösch. Dieser ist im Alter von 75 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben, heißt es in einer Mitteilung der Schule. Dort wird Hösch als "feiner Mensch und herausragender Lehrer" in Erinnerung gehalten, denn er habe sich weit über sein Aufgabengebiet hinaus eingebracht.

"Durch seine offene und hilfsbereite Art" und seinen "hintergründigen Humor" sei Martin Hösch sowohl bei den Schülern und Schülerinnen als auch im Kollegium ein "hochgeschätzter Pädagoge" gewesen.

Über 30 Jahre lang Leiter der Sternwarte: Coburger Gymnasium trauert um beliebten Lehrer

Neben seiner Tätigkeit als Mathematik- und Physiklehrer habe Hösch zahlreiche Zusatzaufgaben übernommen. Unter anderem sei er an der Universität Bayreuth jahrelang als Verwalter der Lernmittelbücherei, Personalrat und Zweitprüfer tätig gewesen. Doch auch an der Schule habe er sich weit über sein Aufgabenfeld hinaus engagiert: "Als Physikfachbetreuer und Leiter der physikalischen Sammlung baute er unzählige Schülerübungsgeräte selbst", heißt es. 

"Er zeigte aufgrund seiner fundierten Kenntnisse in verschiedenen Programmiersprachen so viel technischen Sachverstand, dass er schnell mit der damals noch neuen Aufgabe der Rechnerbetreuung, der Installation eines Computerraums und der ersten digitalen Schulverwaltung betraut wurde", heißt es im Nachruf weiter. Hösch sei der erste Systembetreuer am Gymnasium gewesen, lange bevor der Begriff überhaupt existierte. Er habe sich "weit über das nötige Maß hinaus für seine Schule engagiert", baute beispielsweise eine Wetterstation oder "begeisterte seine Schüler" mit Robotikkursen.

Dazu war der Studiendirektor über 30 Jahre lang ehrenamtlicher Leiter der Sternwarte in der Volkshochschule Coburg, welche er mit Leidenschaft betreut und zudem eine Jugendgruppe dort aufgebaut habe. Martin Hösch sei "nicht nur fachlich, sondern auch menschlich stets ein Vorbild" gewesen und werde am Casimirianum in bester Erinnerung gehalten, ist abschließend zu lesen. Mehr Nachrichten aus Coburg und der Region findest du in unserem Lokalressort.