Coburg
Kiebitzweg

1000 frische Rad-Meter in Coburg

Vom Ende der Hahnwiese in Coburg bis nach Bamberg - sozusagen: Eine eklatante Lücke wird geschlossen, aber es gibt noch offene Fragen.
Rund zwei Jahrzehnte haben die Verhandlungen und Planungen für den Kiebitzweg gedauert, jetzt haben die Bauarbeiten begonnen. Der Fuß- und Radweg verbindet ab Mai die Stadtteile Ketschendorf und Creidlitz.
Rund zwei Jahrzehnte haben die Verhandlungen und Planungen für den Kiebitzweg gedauert, jetzt haben die Bauarbeiten begonnen. Der Fuß- und Radweg verbindet ab Mai die Stadtteile Ketschendorf und Creidlitz. Foto: Christoph Winter
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Selbstverständlich ist Oberbürgermeister Dominik Sauerteig am Donnerstag zu diesem Baubeginn mit dem Fahrrad gekommen. Nach zwei Jahrzehnten haben jetzt die Arbeiten begonnen, um eine eklatante Lücke im Radwegenetz der Stadt zu schließen.

Der Kiebitzweg wird Ende Mai dieses Jahres zwischen Ketschendorf und Creidlitz für Radler und Fußgänger freigegeben. "Das ist nach diesen langen Verhandlungen ein großer Erfolg", sagte Sauerteig, als er in der Straße Hahnwiese in Creidlitz stand. Vom Ende der Hahnwiese führt der 2,50 Meter breite und etwas mehr als 1000 Meter lange Weg entlang der Bahnstrecke unter der Südzufahrt hindurch und weiter am Südlager der SÜC vorbei zur Wassergasse. Dort schließt sich die Uferstraße an. Wenn in etwa zwei Jahren in der Uferstraße der beschlossene Radweg gebaut ist, wird der Radweg Coburg-Bamberg noch attraktiver.

Schwierige Verhandlung, so räumte der OB ein, werde es noch mit der Bahn und anderen Grundstückseigentümern geben, um den Abschnitt von der Hahnwiese bis nach Niederfüllbach auszubauen.

Für den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) und den Arbeitskreis Rad erklärte Marita Nehring, die Verbindung zum Radweg im Itzgrund habe eine überörtliche Bedeutung.

300 Meter langer Wildschutzzaun

Die Baukosten des Kiebitzweges betragen rund 415 000 Euro. 70 Meter beim Lagerplatz der Städtischen Werke sind asphaltiert, die restliche Strecke erhält eine wassergebundene Decke.

Ein Drittel der Distanz überwindet ein neu gebauter Abschnitt, der Rest folgt schon vorhandenen Wegen. Ein Wildschutzzaun entlang eines 300 Meter langen Abschnitts soll den namensgebenden Wiesenbrüter Kiebitz von Mensch und Haustieren abschirmen.

Gefördert wird der Kiebitzweg vom Bundesumweltministerium.