Bundesligist Medi Bayreuth muss weiter auf den ersten Sieg im Jahr 2021 warten: Bei den Crailsheim Merlins kassierte das Medi-Team mit 77:82 (35:36) die dritte Niederlage in Folge seit dem Jahreswechsel. US-Neuzugang Lazeric "Zeek" Jones konnte bei seinem Debüt noch keine Akzente setzen.

Bundesliga

Crailsheim Merlins - Medi Bayreuth 82:77

Als die Bayreuther in einer über weite Phasen ausgeglichenen Partie im Schlussabschnitt einen Rückstand von zehn Punkten (50:60, 29.) aufholten und nach zwei erfolgreichen Dreiern von Frank Bartley die Führung übernahmen (73:69, 36.), war Medi der Überraschung beim Tabellenzweiten nahe. Doch nach einem Ballverlust von Bartley glichen die Merlins durch den belgischen Nationalspieler Elias Lasisi wieder aus (73:73, 37.).

Einen weiteren haarsträubenden Ballverlust von David Walker bestraften die Hausherren wenig später ebenso konsequent: Haywood Highsmith eroberte die Führung mit einem Dreier zurück (76:73, 38.). Und das war die Vorentscheidung. Denn die Bayreuther kamen durch Dererk Pardon noch einmal auf 78:77 (39.) heran, hatten auf den dritten Dreier von Merlins-Topscorer Jeremy Jones (14 Punkte) zum 81:77 jedoch keine Antwort mehr parat. Dreierversuche von Walker, Tiby und Bartley verfehlten ihr Ziel, bevor Walker elf Sekunden vor dem Spielende einen freien Wurfversuch verweigerte und stattdessen den Ball in die Hände der Hausherren passte - es war der fünfte Ballverlust des einmal mehr enttäuschenden US-Amerikaners, der die ihm zugedachte Führungsrolle nicht auszuüben verstand.

Unauffälliges Debüt

US-Aufbauspieler Nimrod Hilliard, der bei Crailsheim nach überstandener Verletzungspause erstmals eingesetzt wurde, machte an der Freiwurflinie den Deckel auf die Partie und entschied auch den direkten Vergleich mit Bayreuths Debütant Lazerik Jones für sich. Hilliard fügte sich nahtlos in das Spiel der Merlins ein und legte zehn Punkte sowie fünf Vorlagen auf. Jones (3 Punkte, 1 Vorlage, 3 Ballverluste) blieb in etwa zwölf Einsatzminuten unauffällig.

Olisevicius ist Bayreuther Topscorer

Bester Bayreuther war der Litauer Osvaldas Olisevicius mit 17 Punkten und sechs Rebounds, gefolgt von Dererk Pardon, der ein Double Double (15 Punkte, 10 Rebounds) auflegte, den guten Eindruck aber mit einer jämmerlichen Freiwurfausbeute (3/10) trübte. Sein Centerkollege Andreas Seiferth ließ in seinem 300. Bundesligaspiel einige gute Chancen in der Zone ungenutzt verstreichen und beendete die Partie mit mageren vier Punkten und vier Rebounds.

"Am Ende haben wir ein paar unnötige Ballverluste gehabt, Freiwürfe liegen lassen und uns so letztlich um den Lohn unserer Arbeit gebracht", sagte Medi-Trainer Raoul Korner. "In der Schlussphase hat man natürlich auch gesehen, dass Crailsheim ein Team ist, das mit sehr viel Selbstvertrauen spielt und dann die wichtigen Plays macht, beziehungsweise die Fehler eben nicht macht. Genau aus diesem Grund haben sie dieses Spiel auch gewonnen."

Lob vom Merlins-Trainer

Anerkennung bekam das Medi-Team von Merlins-Coach Tuomas Iisalo: "Bayreuth hat ein gutes Spiel gezeigt, wir haben das Spiel in den letzten Minuten mit wichtigen Steals in der Defense entschieden. Ein wichtiger Sieg für uns gegen einen starken Gegner."

Am kommenden Wochenende gastiert Titelfavorit FC Bayern München in der Bayreuther Oberfrankenhalle.