Die Pottensteiner Lichterprozession ist auch im Jahr 2020 ein wunderschönes Schauspiel. Über 1000 Feuer erhellen die dunkle Nacht. Für das Lichterfest in der Fränkischen Schweiz reisten mehr als 20.000 Besucher an.
Fotos von Pottensteiner Lichterprozession 2020: Es ist eines der Highlights für Besucher, Touristen und Einheimische in der Fränkischen Schweiz: Jedes Jahr - immer am Dreikönigstag - verwandelt sich die einmalige Felsenlandschaft rund um Pottenstein in ein Meer aus Flammen. Über 20.000 Besucher wurden am Montag (06.01.2020) bei der Lichterprozession der Kirchengemeinde Pottenstein (Kreis Bayreuth) erwartet.
Bei Einbruch der Dunkelheit, etwa um 17 Uhr, begann der große Prozessionszug sich durch die festlich geschmückten Straßen der historischen Altstadt von Pottenstein zu schlängeln. Währenddessen loderten auf den Felsen, die das Städtchen umgeben, über 1000 Feuer. Zudem begleiteten noch zahlreiche Kerzen und Lichter den Prozessionszug und die Straßen der Altstadt waren festlich geschmückt. Insgesamt brannten die Bergfeuer etwa eine Stunde lang.
Diese Tradition geht auf einen Beschluss des Erzbistums Bamberg aus dem Jahr 1759 zurück. Der Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim ordnete an, dass jeden Tag in jeweils einer der Kirchengemeinden des Bistums gemeinsam gebetet werden solle - eben eine "ewige Anbetung".
Haben Sie das Lichterfest verpasst? Hier haben wir einen Überblick über weitere zusammengestellt (am Ende des Artikels).
Das da noch keine Klage von der Deutschen Umwelthilfe am laufen ist...
und da hat wirklich noch keiner wegen Feinstaubbelastung nachgefragt?
Wenn das ein Australier siht, erklärt er diese Leute glatt für vollkommen durchgeknallt ...
Das hat schon seinen Grund, der Fürstbischof hat das gesagt, und das war kein dummer Mann. Die machen das seit 1759. Und gab es seitdem mal wieder den Schwarzen Tod oder Ernteausfälle durch Hexen? Eben!
Adam Friedrich von Seinsheim war wahrlich ein höchst fortschrittlicher Regent, dem – in seinem Betreben, die überbordende Zahl der katholischen(!) Feiertage in seinem Landen zu verringern – vermutlich auch und gerade dieser Larifari bös aufgestoßen ist. Der Ewige Anbetungs-Zirkus geht dem Wikipedia-Vernehmen nach auf Johann Philipp Reichsgraf von Walderdorff (* 24. Mai 1701 auf Schloss Molsberg bei Montabaur; † 12. Januar 1768 in Ehrenbreitstein)" zurück, "als Johann IX. von 1756 bis 1768 Erzbischof und Kurfürst von Trier, sowie ab 1763 Fürstbischof von Worms."