Das Felsenstädtchen Pottenstein ist für zahlreiche Touristen jedes Jahr ein Ort der Erholung, des Sports, aber auch ein Treffpunkt für Naturverbundene ohne diejenigen, die etwas Außergewöhnliches erleben wollen. Ein Rundumpaket eben von verschiedenen Angeboten. Und bald ist es auch wieder so weit und die Stadt erwacht aus ihrem Schneewittchen-Schlaf. Als inoffiziellen Startschuss für das Tourismusjahr 2023 könnte man den Gästeführertag am 26. Februar bezeichnen, wie das Tourismusbüro Pottenstein erklärt. An diesem werden verschiedene Führungen rund um das diesjährige Motto „Sagen, Geschichten und Anekdoten“ in Pottenstein durchgeführt.

Jährlich wird bei einer Versammlung des Bundesverbands der Gästeführer in Deutschland über ein neues Thema diskutiert, welches im Nachgang bundesweit von den Mitgliedern aufgenommen und ausgearbeitet wird. Zu den über 235 Städten zählt auch Pottenstein. Dort machte man sich ebenfalls seine Gedanken und kam schnell auf eine pfiffige Idee, da das Buch des Pottensteiner Tourismuschefs Thomas Bernard zum Motto des Gästeführertags quasi wie die Faust aufs Auge passt. Die über 70 wunderbar zusammengestellten Sagen und Geschichten aus der gesamten Region, die im Buch Pottensteiner Sagenschatz zu finden sind, dienen nun als Grundlage dafür, wenn in wenigen Wochen die verschiedenen „Sonder“-Führungen angeboten werden.

Die drei Organisatoren bestehend aus Birgit Haberberger, Frank Pfründner und Thomas Büttner werden sich mit den Interessierten am Sonntag, 26. Februar, um 14 Uhr vor dem Tourismusbüro treffen, wo zunächst die Sage "Der Schmied von Pottenstein" vorgetragen wird. Doch dabei wird es nicht bleiben, denn das schöne Felsenstädtchen hat natürlich noch so viel mehr zu bieten. „Wir nehmen gerne die Geschichten als Grundlage für unsere Touren“, erklärt Tourismusbeauftragte Haberberger. „Eine Besonderheit in diesem Jahr wird das Angebot einer Rikscha-Fahrt sein.“ Bereits im Vorfeld sei man mit dem Elisabeth-Verein ins Gespräch gegangen. „Die Idee war, dass jeder, der Interesse hat, an diesem Ereignis teilzunehmen, auch die Möglichkeit hat“, ergänzt Frank Pfründner das Gesagte. „Sozusagen für jede Leistungsstufe – auch mit Beeinträchtigung.“

Dazu kommen zwei weitere Führungen. Neben der 30-minütigen Rikscha-Fahrt für Geheingeschränkte – mit Thomas Büttner – wird es eine einstündige Führung mit Birgit Haberberger bis zum Hasenloch und eine 90-minütige mit Frank über das Hasenloch und den Höhenweg zurück nach Pottenstein geben. Am Ende trifft man sich wieder zusammen zur Einkehr und einem gemeinsamen Essen. „Es könnte sein, dass aus der Erfahrung dieser Tour eine neue Wanderung entsteht, die nicht nur an diesem besonderen Tag angeboten wird“, verrät Haberberger. So weist sie auf einen vergangenen Gästeführertag hin, bei dem es zum Beispiel das Motto „blau“ ging. „Die Führung damals startete zur blauen Stunde, behandelte blaues Blut (unsere Burg Pottenstein), das blau werden (also rund um das Bierbrauen) und endete mit den blauen Zipfeln“, erinnert sie sich. „Daraus ist ja die kulinarische BierStadtFührung entstanden.“

Seit zehn Jahren nimmt die Stadt Pottenstein unter der Führung Haberbergers, die selbst Gäste- und Stadtführerin ist, an dem Gästeführertag teil. Seit 2016 ist der lizenzierte Wanderführer Thomas Büttner dabei und seit zwei Jahren unterstützt der lizenzierte Wander- und Naturführer Frank Pfründner das Team. „Das mache ich, weil ich sehr naturverbunden und seit Jahren in der Fränkischen Schweiz unterwegs bin“, erklärt Pfründner. Bei seinen Wanderungen erfahren die Leute punktuelle Dinge über Geologie. Zum Beispiel, was es bedeutet, dass man sich in einem Karst-Gebiet befindet und was das für Auswirkungen auf das Wasser hat. Natürlich stehe das Wandern in der Gemeinschaft stets im Vordergrund, doch über die Hintergrundinfos währenddessen würden sich die Teilnehmer stets freuen. „Ein paar Informationen wollen sie trotzdem. Sonst könnte man überall wandern“, meint Haberberger. Es mache das Ganze zu etwas Besonderem. Eben wie die Veranstaltung, die nun am kommenden 26. Februar ansteht.

Info: Interessierte, die aufgrund eines Handicaps mit der Rikscha die Veranstaltung begleiten möchten, können sich unter der Rufnummer 0151/25029198 anmelden. Alle anderen können sich am Sonntag, 26. Februar, um 14 Uhr beim Tourismusbüro einfinden. Die Führung ist gratis.