Preise für Immobilien sinken: In zwei Regionen in Oberfranken lohnt sich jetzt der Kauf

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In zwei Regionen in Oberfranken lohnt sich jetzt der Immobilienkauf
Die Immobilienpreise sind im Vergleich zum Vorjahr laut einer Analyse des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts im Jahr 2023 deutlich im Abwärtstrend, so die Postbank in einer Pressemitteilung ...
In zwei Regionen in Oberfranken lohnt sich jetzt der Immobilienkauf
Collage inFranken.de: Stadtwerke Hof Energie+Wasser GmbH ; Sabine Freiberger/Unsplash (beide Symbol)

Bei den Immobilienpreisen in Deutschland herrschte laut der Postbank im Jahr 2023 ein "starker Abwärtstrend". In zwei oberfränkischen Landkreisen lohnt es sich laut einer Analyse jetzt besonders, Wohneigentum zu kaufen.

Im vergangenen Jahr 2023 habe sich die Abwärtsentwicklung der Immobilienpreise rasant beschleunigt und auf immer mehr Regionen ausgeweitet, so die Postbank in einer Pressemeldung. Experten und Expertinnen des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) hatten die Kaufpreise für Eigentumswohnungen analysiert - mit einem eindeutigen Resultat.

In rund 96 Prozent aller Regionen seien Eigentumswohnungen im Bestand, unter Berücksichtigung der Inflationsrate, deutlich günstiger gewesen, als im Vorjahr. Das habe die sieben größten Metropolen zwar am stärksten betroffen, doch auch in zwei oberfränkischen Landkreisen seien Eigentumswohnungen besonders preiswert, heißt es. 

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Der Grund für die fallenden Preise: "In vie­len Re­gio­nen Deutsch­lands sind die Prei­se für Ei­gen­tums­woh­nun­gen ge­sun­ken, da die Nach­fra­ge leicht nach­ge­las­sen hat – ei­ne Fol­ge von stei­gen­den Zin­sen, un­si­che­ren Rah­men­be­din­gun­gen be­züg­lich Förderungen, fal­len­den Re­al­löh­nen und hö­he­ren Kos­ten für Le­bens­hal­tung, Bau und Re­no­vie­run­gen", wird Ma­nu­el Beer­mann, Lei­ter des Pro­dukt­ma­nage­ments Im­mo­bi­li­en der Pri­vat­kun­den­bank in Deutsch­land, in der Pressemeldung zitiert. "Da wir nur von ei­ner Preis­del­le aus­ge­hen, auf die wie­der er­höh­te Kauf­prei­se für Wohn­im­mo­bi­li­en fol­gen, kann sich jetzt ei­ne In­ves­ti­ti­on loh­nen", erklärt dieser weiter.

Am stärksten fielen laut dem Preisatlas des HWWI die Kaufpreise im Vergleich zum Vorjahr im Erzgebirgskreis um 21,4 Prozent und im oberfränkischen Landkreis Bayreuth um 24,8 Prozent, so viel, wie nirgendwo sonst. Den größten Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr gab es im hessischen Werra-Meißner-Kreis um 40,8 Prozent. Unter den 10 Regionen mit dem größten Zuwachs liege auch die Kreisstadt Hof mit 6 Prozent.

Dort lagen die Kaufpreise 2023 bei 2012 Euro pro Quadratmeter, allerdings zeige das Beispiel Hof, dass sich für Interessierte ein Blick in die Mittelstädte mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern durchaus lohnen könne, so die Postbank in der Pressemitteilung. "Denn die re­la­tiv mo­dera­ten Qua­drat­me­ter­prei­se in Hof stie­gen auch 2023 noch leicht an", heißt es weiter.

Trotz hohen Quadratmeterpreisen: "Big 7" stark von fallenden Preisen betroffen

Die sieben größten Städte Deutschlands, die sogenannten "Big 7", München, Hamburg, Frankfurt am Main, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und Köln seien durchschnittlich stärker von den sinkenden Kaufpreisen betroffen als Mittelstädte und Landkreise. Die Preise für Eigentumswohnungen sanken im Durchschnitt der "Big 7" um 12,7 Prozent, in den sonstigen Großstädten um 11,4 Prozent, in den Mittelstädten um 10,8 Prozent und über alle Landkreise hinweg um 9,7 Prozent, heißt es vonseiten der Postbank.

In München beispielsweise fielen die Preise um 14,4 Prozent, obwohl der Quadratmeterpreis dort im Jahr 2023 mit 8909 Euro der höchste Deutschlands war. In den Top 10 der teuersten Landkreise finden sich neben der Nordsee-Region und Garmisch-Partenkirchen ebenfalls acht Regionen, die um München herum liegen. Mehr Nachrichten aus Franken findest du hier