• Babyleiche in Heinersreuth entdeckt: Säugling wurde im Abfall gefunden
  • Baby soll nach der Geburt noch gelebt haben
  • Junge Mutter wurde am Dienstag (12. April 2022) für Tat verurteilt

Am 19. Juli 2021 ist im Landkreis Bayreuth eine Babyleiche im Müll entdeckt worden. Der Säugling wurde in einer Mülltonne in Heinersreuth "entsorgt". Schnell geriet die damals 19-jährige Mutter in Verdacht, ihr Kind kurz nach der Geburt umgebracht zu haben. Am Dienstag (12. April 2022) ist die junge Frau am Landgericht Bayreuth wegen Totschlags verurteilt worden. 

Update vom 12.04.2022, 13.40 Uhr: Urteil gegen 20-Jährige gefallen

Weil sie ihr neugeborenes Baby in einen Müllbeutel gesteckt und somit umgebracht hat, ist in Bayreuth eine Frau zu einer Jugendstrafe von fünf Jahren und 9 Monaten verurteilt worden. Das am Dienstag (12. April 2022) vor dem Landgericht verkündete Urteil lautet auf Totschlag. Damit blieb die Kammer knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die eine Jugendstrafe von sechseinhalb Jahren wegen Totschlags verlangt hatte.

Der Verteidiger der 20-Jährigen hatte argumentiert, die Frau aus dem Landkreis Bamberg war davon ausgegangen, das Baby sei nach der Geburt gestorben und schon tot gewesen, als sie es in den Müllsack gelegt hatte.

Das Gericht jedoch sah es als erwiesen an, dass sie sehr wohl wusste, dass das Baby gelebt hatte, bevor sie es in Plastik wickelte: "Das Kind starb wie von der Angeklagten beabsichtigt durch Ersticken." Die damals 19-Jährige hatte das Baby im vergangenen Jahr im Badezimmer der Wohnung eines Bekannten zur Welt gebracht. In den Mülltonnen des Mehrfamilienhauses war die Babyleiche entdeckt worden.

Update vom 12.04.2022, 8 Uhr: Baby im Müll entsorgt - Urteil gegen Mutter erwartet

 Am Dienstag (13.00 Uhr) wird am Landgericht Bayreuth das Urteil gegen eine junge Frau erwartet, die ihr neugeborenes Baby in einen Müllsack gesteckt und damit umgebracht haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft der 20-Jährigen Totschlag vor. Sie fordert eine Jugendstrafe von sechseinhalb Jahren.

Der Argumentation des Verteidigers der Angeklagten zufolge war das Kind schon tot, als sie es in den Müllsack legte. Er forderte daher eine Jugendstrafe von vier Jahren.

Update vom 07.04.2022, 18 Uhr: Sechseinhalb Jahre Strafe für Mutter gefordert

Sie soll ihr neugeborenes Baby in einen Müllbeutel gesteckt und so umgebracht haben - nun könnte eine junge Frau zu einer jahrelangen Haftstrafe verurteilt werden. Die Staatsanwaltschaft habe am Donnerstag für eine Jugendstrafe von sechseinhalb Jahren wegen Totschlags plädiert, teilte das Landgericht Bayreuth mit.

Der Verteidiger der 20-Jährigen argumentierte demnach dagegen, das Kind sei nach der Geburt gestorben und schon tot gewesen, als sie es in den Müllsack legte. Er forderte eine Jugendstrafe von vier Jahren.

Die damals 19-Jährige soll im vergangenen Juli von anderen unbemerkt im Badezimmer eines Bekannten im Landkreis Bayreuth ein lebensfähiges Mädchen zur Welt gebracht haben. Die junge Mutter soll es in Plastik eingewickelt, in einen Müllsack gelegt und im Abfall entsorgt haben. Das Kind starb. Es wurde später in einer Mülltonne gefunden.

Laut ihren Aussagen beim Prozessauftakt hatte sie sich ihre Schwangerschaft lange selbst nicht eingestanden und selbst vor Verwandten und ihrem Freund geheim gehalten. Von den Wehen sei sie überrascht worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr dagegen vor, dass sie nichts über die Schwangerschaft sagte, "um als Täterin der Tötung ihres Kindes unentdeckt zu bleiben".

Update vom 25.03.2022, 13 Uhr: Prozessauftakt - Mutter bereut vor Gericht

Eine junge Frau muss sich seit heute vor dem Landgericht Bayreuth verantworten, weil sie ihr neugeborenes Baby in einen Müllsack gesteckt und so umgebracht haben soll. Sie wünsche sich nichts mehr, als in dieser Situation nicht versagt zu haben, ließ die 20-Jährige beim Prozessauftakt am Freitag von ihrem Verteidiger verlesen. In dem Verfahren vor der Jugendkammer wird ihr Totschlag vorgeworfen.

Die damals 19-Jährige soll im vergangenen Juli von anderen unbemerkt das Kind in einem Badezimmer eines Bekannten im Landkreis Bayreuth zur Welt gebracht haben. Laut Anklage wäre das Mädchen lebensfähig gewesen. Die junge Mutter soll es in Plastik eingewickelt, in einen Müllsack gelegt und im Abfall entsorgt haben. Das Kind starb.

Sie habe sich lange selbst in Sicherheit gewogen, nicht schwanger zu sein, und sich nicht getraut, sich jemandem anzuvertrauen, sagte ihr Verteidiger. Nach der Geburt habe sie Blickkontakt vermieden und billigend in Kauf genommen, ein gesundes Baby zur Welt gebracht und diesem nicht geholfen zu haben. Sie redete sich demnach eine Totgeburt ein, "um sich nicht mit der fürchterlichen Situation auseinandersetzen zu müssen, dass ein Kind ums Leben gekommen ist". Die 20-Jährige sagte, dass ihr alles leid tue und dass nicht richtig gewesen sei, was sie getan habe. Das Urteil könnte im April fallen.

Update vom 25.03.2022, 7 Uhr: Prozess um totes Baby in Bayreuth

Eine junge Frau muss sich ab dem heutigen Freitag (25. März 2022), 9 Uhr, vor dem Landgericht Bayreuth verantworten, weil sie ihr Baby gleich nach der Geburt umgebracht haben soll. Die damals 19-Jährige soll im vergangenen Juli das Mädchen in Heinersreuth in einen Müllsack gelegt und anschließend im Abfall entsorgt haben. Das Kind starb. Der Frau wird Totschlag vorgeworfen.

Die Babyleiche war in dem Ort im Landkreis Bayreuth in einer Mülltonne entdeckt worden. Kurz darauf kam die junge Frau als mutmaßliche Mutter des Kindes in Untersuchungshaft. Es sind zehn Prozesstermine bis Ende April angesetzt.

Update vom 25.02.2022, 11.30 Uhr: Mutter bringt Baby um - Prozessauftakt gegen Mutter Ende März

Ende März beginnt vor dem Landgericht Bayreuth der Prozess gegen eine 19-Jährige. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, das Baby "in Tötungsabsicht" in Plastik eingewickelt und in einen Müllsack gelegt zu haben. Das Mädchen soll kurze Zeit darauf gestorben sein. Wie ein Justizsprecher am Freitag mitteilte, hat die Jugendkammer das Hauptverfahren wegen Totschlags eröffnet. Verhandelt wird vom 25. März an, ein Urteil könnte am 29. April gesprochen werden.

Die Babyleiche war im Juli des vergangenen Jahres in Heinersreuth im Landkreis Bayreuth in einer Mülltonne entdeckt worden. Kurz darauf kam die junge Frau aus dem Kreis Bamberg als mutmaßliche Mutter des Kindes in Untersuchungshaft. Den Erkenntnissen der Polizei zufolge soll sie das Baby im Badezimmer einer Wohnung zur Welt gebracht haben und es dann in die Mülltonne gelegt haben.

Update vom 10.12.2021, um 8.30 Uhr: Babyleiche im Müll - Anklage gegen Mutter wegen Totschlags

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen die junge Mutter erhoben, die im Juli im oberfränkischen Heinersreuth ihr neugeborenes Baby getötet haben soll. Ihr werde Totschlag vorgeworfen, teilte das Landgericht Bayreuth am Donnerstag mit.

Die damals 19-Jährige soll in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli im Badezimmer ihrer Wohnung in dem Ort im Landkreis Bayreuth eine lebensfähige Tochter zur Welt gebracht haben. Nach Durchtrennung der Nabelschnur soll sie das Baby in eine Plastikverpackung eingewickelt und in einen grauen Müllsack gelegt haben. Dort starb das Kind kurze Zeit später. Die Leiche soll die Frau noch in der Nacht in der Mülltonne vor dem Anwesen entsorgt haben. Eine Frau fand den Leichnam, die Mutter wurde kurz darauf festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Die Anklage war laut der Mitteilung vom Donnerstag bereits am 11. November erhoben worden. Die Jugendkammer des Landgerichts Bayreuth muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. Termine sind noch nicht anberaumt.

Update vom 20.7.2021, 16.37 Uhr: Baby wurde vermutlich lebend geboren - Haftbefehl gegen 19-jährige Mutter

Rund 24 Stunden nach dem Fund einer Babyleiche im oberfränkischen Heinersreuth erging am Dienstagnachmittag (20. Juli) durch den Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen die 19-jährige Mutter. Dies geht aus einer gemeinsamen Presseerklärung des Polizeipräsidiums Oberfranken und der Staatsanwaltschaft Bayreuth hervor. Demnach entdeckte am Montagmittag (19. Juli 2021) eine Zeugin gegen 12.30 Uhr den Leichnam des Säuglings in einem Abfallbehältnis vor einem Mehrfamilienhaus in Heinersreuth. Die Kriminalpolizei nahm daraufhin zusammen mit der Staatsanwaltschaft Bayreuth die Ermittlungen auf. Noch am Montagabend konnten Polizeibeamte die 19-jährige Mutter des Säuglings im Landkreis Bamberg vorläufig festnehmen.

"Aufgrund der umfangreichen Ermittlungen sowie des vorläufigen Ergebnisses der rechtsmedizinischen Untersuchung besteht der Tatverdacht eines Tötungsdeliktes", teilen Präsidium und Staatsanwaltschaft mit.  Nach derzeitigem Stand gehen die Ermittler davon aus, dass die Mutter das Kind am vergangenen Wochenende lebend zur Welt gebracht hatte. Das abschließende Ergebnis der Untersuchung steht bislang noch aus.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bayreuth erfolgte am Dienstagnachmittag die Vorführung der jungen Frau vor dem Ermittlungsrichter, der wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags Untersuchungshaftbefehl gegen die 19-Jährige erließ. Inzwischen befindet sich die Beschuldigte aus dem Landkreis Bamberg in einer Justizvollzugsanstalt. Die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bayreuth dauern weiter an. 

Update vom 20.7.2021, 13.09 Uhr: Oberstaatsanwalt bestätigt Festnahme einer Tatverdächtigen

Mittlerweile wurde eine Tatverdächtige festgenommen, bestätigt der Leitende Oberstaatsanwalt gegenüber inFranken.de am Dienstag (20. Juli 2021). Bisher ist nur bekannt, dass es sich um eine Frau handelt. Sie wird dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt.

Für den späteren Dienstagnachmittag kündigt der Leitende Oberstaatsanwalt eine Pressemitteilung an. In der gemeinsamen Erklärung der Kriminalpolizeiinspektion Bayreuth und Staatsanwaltschaft Bayreuth werden möglicherweise neue Details zum Fall verkündet.

Update vom 20.7.2021, 12.41 Uhr: Menschen trauern in Heinersreuth um totes Baby aus Abfall

Nach dem Fund des toten Babys in Heinersreuth herrscht in der Gemeinde im Landkreis Bayreuth Betroffenheit und Trauer. "Die Nachbarn sind schockiert", berichtet Bürgermeisterin Simone Kirschner am Dienstag (20. Juli 2021) inFranken.de

Kirschner hat am Vormittag den Fundort des Säuglings besucht, um dort eine Kerze anzuzünden. In der Nähe des Wohnhauses, in dessen Abfallbehältnis der Leichnam am Montag gefunden worden war, finden sich laut Schilderung der Bürgermeisterin bereits mehrere andere Kerzen sowie Blumen und kleine Teddybären - als Zeichen "stiller Anteilnahme".

Das Mehrfamilienhaus, vor dem die Babyleiche entdeckt wurde, beschreibt Kirschner als ein Gebäude, in dem die Bewohner "leider ziemlich anonym und unbemerkt" vor sich hin lebten. Um einen sozialen Brennpunkt handele es sich aber keineswegs. "Es gibt hier eine recht hohe Fluktuation der Anwohner", schildert die Bürgermeisterin die Wohnverhältnisse vor Ort. Ein derart schmerzvolles Ereignis wie der Fund eines Leichnams eines Neugeborenen habe es indes im ganzen Ort noch nie gegeben. "Mit so etwas hat hier natürlich niemand gerechnet."

Wie es zu der Tragödie kommen konnte, kann Kirschner nicht nachvollziehen. "Ich denke mir, wie verzweifelt muss eine Frau sein, damit sie so was macht." Ob die Kindsmutter ihr Baby selbst in den Abfall gegeben hat, ist allerdings von behördlicher Seite bislang nicht bestätigt.

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken teilte am Dienstagmorgen auf Nachfrage von inFranken.de lediglich mit, dass es sich bei der vorläufig festgenommen Person um eine Frau handelt. Weitere Informationen sollen folgen, wenn die Untersuchungen fortgeschritten sind. 

Update vom 20.7.2021, 9 Uhr: Toter Säugling in Müll gefunden

Nach dem Fund eines toten Säuglings in einem Abfallbehältnis vor einem Wohnhaus ist eine Person vorläufig festgenommen worden. Für weitere Ermittlungen seien nun die Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchung entscheidend, so die Polizei am Dienstag (20.7.2021). Angaben zur festgenommenen Person machte die Polizei nicht.

Eine Zeugin hatte den Leichnam eines Neugeborenen nach Angaben der Polizei am Montag im oberfränkischen Heinersreuth entdeckt. Kriminalpolizisten sicherten am Einsatzort Spuren. Zu weiteren Details machte die Polizei auch am Dienstag zunächst keine Angaben.

mit dpa