Ein Bäcker aus Oberfranken möchte seinen Beitrag zur WM-Stimmung leisten - und erweckt einen schwarz-rot-goldenen Verkaufsschlager zu neuem Leben.
Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko ist in vollem Gange. Spätestens seit dem 7:1-Kantersieg zum Turnierauftakt der deutschen Mannschaft gegen Curaçao löst die WM hierzulande wieder Begeisterung aus. Eine Bayreuther Bäckerei will mit einem besonderen Gebäck ihren Beitrag zur Stimmung leisten. Der Traditionsbetrieb mit Wurzeln im Jahr 1764, bringt einen echten Fan-Liebling zurück.
Fußball-WM 2026: "Deutschland-Baguette" von Bayreuther Bäckerei Lang feiert Comeback
Die Bäckerei-Konditorei Lang bietet ab Donnerstag (18. Juni 2026) wieder ihr sogenanntes "Deutschland-Baguette" an. Das Gebäck in den Nationalfarben Schwarz, Rot und Gold entstand ursprünglich zur Fußball-EM 2024 in Deutschland. Inhaber Thomas Zimmer und seine Frau waren damals in Berlin beim Public Viewing und kamen begeistert von der Stimmung zurück nach Bayreuth, wie Zimmer im Gespräch mit inFranken.de berichtet.
Zunächst habe man Toastbrot in Schwarz-Rot-Gold ausprobiert. "Das fanden wir etwas langweilig, weil sich der Toast beim Toasten verändert", erklärt der Bäckermeister. Also probierte man es in Baguette-Form - mit Erfolg.
Das Ergebnis sorgte 2024 für Begeisterung. "Die Leute haben es uns aus den Händen gerissen, es kam super, super gut an", erinnert sich Zimmer. Nun soll das Baguette zur WM erneut für gute Laune sorgen.
"Wollen Beitrag leisten": Fränkischer Traditionsbetrieb wünscht sich positives Gefühl in Gesellschaft
Die Herstellung des "Deutschland-Baguettes" ist deutlich aufwendiger als bei einem normalen Baguette. "Wir brauchen drei Grundteige", erklärt Zimmer. Der schwarze Teig werde gefärbt, der rote mit Paprika und der goldene mit Kurkuma verfeinert. Die Grundteige müssten dann aufeinandergeschichtet werden.
Wie alle Baguettes der Bäckerei reift auch das "Deutschland-Baguette" über Nacht. Die Kühlkapazitäten seien dabei eine Herausforderung, so Zimmer. Geplant seien 20 bis 30 Stück pro Tag, jeweils von Donnerstag bis Sonntag.
Bereits nach einem Social-Media-Post der Bäckerei hätten zwei Gastronomiebetriebe jeweils 20 Stück vorbestellt. Trotz des Aufwands kostet das "Deutschland-Baguette" mit rund fünf Euro genauso viel wie ein normales Baguette. "Wir wollen einen Beitrag leisten, dass wieder ein positives Gefühl in unserer Gesellschaft entsteht - zumindest in der kleinen Möglichkeit, die wir als Bäcker haben", sagt Zimmer im Gespräch mit inFranken.de.