Eine Gruppe Skinheads ist in Bayreuth mit verfassungsfeindlichen Parolen und verbotenen Gesten aufgefallen. Jetzt durchsuchte die Polizei die Wohnungen mehrerer junger Männer im Alter von 14 bis 18 Jahren, die als Tatverdächtige gelten.
Die Polizei hat in Bayreuth fünf Wohnungen einer Skinhead-Gruppe durchsucht, die Passanten angepöbelt und den Hitlergruß gezeigt haben sollen. Auffällig geworden sei die Gruppe bereits Ende Februar im Bereich der Otto-Hahn-Straße, als sie nicht nur vor Erwachsenen, sondern auch vor Jugendlichen und Kindern die verbotene Geste zeigten und verfassungsfeindliche Parolen äußerten.
Auch wenn eine Fahndung zunächst nicht zum Erfolg geführt habe, hätte eine Streife einige Zeit später mehrere junge Männer kontrolliert, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberfranken und der Staatsanwaltschaft. Durch Ermittlungen der Kripo seien die Kontrollierten in Tatverdacht geraten.
Gegen zwei Jugendliche im Alter von 14 und 16 Jahren sowie gegen einen 18-Jährigen werde unter anderem wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Bei den Durchsuchungen am Freitag seien unter anderem Speichermedien, ein Faustmesser und ein Pfefferspray sichergestellt worden. Gegen den 14-Jährigen werde deshalb auch wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.
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