• Bayreuther "Wurschthaus am Mediamarkt" schließt zum Ende des Jahres
  • Suche nach neuem Standort vergebens - "muss sich rentieren"
  • "Beste Currywurst": TV-Koch Alexander Herrmann regelmäßig zu Besuch
  • Gibt es eine Zukunft? Betreiberin nennt Bedingungen

Das Bayreuther "Wurschthaus am Mediamarkt" ist kein normaler Imbisswagen, sondern ein imposantes Holzhaus im bayerischen Stil. 14 Jahre lang stand es nach Angaben der Geschäftsführerin Christine Borgmann am Parkplatz vor dem Elektromarkt. Am Montag (5. Dezember 2022) dann die traurige Nachricht auf Facebook an die Fans: "Leider müssen wir euch mitteilen, dass das Wurschthaus am Mediamarkt voraussichtlich nur noch bis zum 22.12.22 geöffnet sein wird. Für immer."

Bayreuther "Wurschthaus" schließt und macht Fans traurig - "eine der besten Wurstadressen"

Vor einem Jahr - nachdem Peter Borgmann als Mediamarkt-Geschäftsführer ausgeschieden war - habe das Unternehmen die Kündigung übermittelt. Seitdem laufe die Suche nach einem neuen, geeigneten Standort in Bayreuth. Doch der Imbiss habe sich über die Jahre einen Namen gemacht und stelle eine unbeliebte Konkurrenz für Lebensmittelhändler dar, wie Christine Borgmann erklärt. "Wir haben fünf Mitarbeiter, die bezahlt werden müssen. Der Standort muss gut frequentiert sein", so die Geschäftsführerin.

Die Suche sei bis jetzt erfolglos geblieben. Daher die vorerst endgültige Schließung, der die Stammgäste mit Bedauern begegnen. "Sehr schade, wir waren immer gerne bei Euch" und "eine der besten Wurstadressen in Bayreuth" heißt es in den Kommentaren. Sogar der fränkische Star-Koch Alexander Herrmann komme regelmäßig mit seinem Sohn zum Currywurstessen. "Seiner Meinung nach machen wir die beste Currywurst in ganz Bayreuth", sagt Borgmann stolz.

"Ich kreierte mit unseren örtlichen Metzgern auch die Wurst des Monats. Bei uns gibt es beispielsweise Südtiroler Bratwurst mit Schinkenspeck und Bergkäse. Ich machte vor Ort Qualitätsqualitätskontrollen und verkaufte nur das, was ich auch selbst essen möchte. Das bewehrte sich. Leute kamen extra zu uns. Das Bratwursthaus war eine Institution", betont sie.

Haus wird gelagert - so steht die Betreiberin einer Zukunft gegenüber

Nun gehe es bald an den aufwendigen Abbau. Immerhin befinde sich unter dem Holzhaus ein Gastank, es sei an Strom und Wasser angeschlossen. "Wir brauchen Kran und Hebebühne. Dann wird das Haus gelagert", führt die Geschäftsführerin aus. "Spätestens im neuen Jahr ist alles weg."

Ob das "Wurschthaus" in Bayreuth irgendwann wieder auftaucht, ist ungewiss. "Ich habe meinen Mitarbeitern gekündigt und der Standort muss sich rentieren. Ich stecke sehr viel Herzblut rein und mache es ganz oder gar nicht."

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