• Vermehrte Terminabsagen in Impfzentren Bayreuth, Bamberg und Aschaffenburg
  • "Sehr hohe Arbeitsbelastung" bei Hotline in Bayreuth
  • Das sind die Gründe für Absagen von Impfterminen - Angst vor Astrazeneca spielt wichtige Rolle
  • Muss jetzt Impfstoff vernichtet werden?

In den Impfzentren in Franken kommt es immer wieder zu Terminabsagen. Schätzungen aus Bayreuth zufolge sind ein bis drei Prozent der Termine betroffen, in Bamberg werden rund acht Prozent der Zweitimpfungen gecancelt. Das Impfzentrum Aschaffenburg spricht hingegen von einem "beinahe vernachlässigbarem Anteil der Termine, die abgesagt werden". 

Terminabsagen im Impfzentrum: Deswegen canceln Patienten die Impfung

Die Hauptgründe für Impftermin-Absagen sind in allen befragten Impfzentren ähnlich:

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  • Krankheit
  • berufliche Gründe
  • Urlaub

Zusätzlich seien auch Quarantäne, Krankenhausaufenthalte oder die Sorge vor Nebenwirkungen ein Thema bei Terminabsagen in Bayreuth, erklärt die Pressesprecherin des Landratsamtes, Karen Görner-Gütling. Am häufigsten wird hier für den Impfstoff Vaxzevria von Astrazeneca abgesagt. In Aschaffenburg ist das anders: "Dass jemand aufgrund eines Impfstoffes absagt, kommt im Regelfall nicht vor", erklärt Sven Simon vom Landratsamt.

So häufig werden Impftermine in den fränkischen Impfzentren abgesagt

Bei den Zahlen für Absagen unterscheiden die Impfzentren zwischen Erst- und Zweitimpfung. In Bayreuth werden circa ein bis drei Prozent der Erstimpfungen abgesagt, in Bamberg sind es laut Impfzentrum weniger als ein Prozent. Bei den Zweitimpfungen fällt der Prozentsatz an Absagen deutlich höher aus: Die Bamberger Impfeinrichtung spricht von rund acht Prozent. In Bayreuth wünschen sich viele Personen eine Verschiebung des Zweittermins: "Alleine am Montag mussten diesbezüglich mehr als 70 Telefongespräche geführt werden", erklärt Görner-Gütling. 

Kurzfristige Absagen können in den Impfzentren zu Schwierigkeiten führen. "Der Impfstoff ist für diesen Tag für die Impflinge explizit bereitgestellt worden und auch mit der Vereinbarung des Erstimpftermins für die Folgeimpfung reserviert. Durch die Verschiebung müssen wir mit unserer Hotline zeitnah für Ersatzimpflinge sorgen, weil Impfstoffe nur begrenzt haltbar sind", erklärt Görner-Gütling. Bei BioNTech belaufe sich die Haltbarkeit auf fünf Tage nach der Lieferung. Terminabsagen können deshalb auch umfangreiche Nacharbeiten in der bayerischen Impfsoftware notwendig machen. 

Isabella Dietel-Curtis, Leiterin des Bamberger Impfzentrums, sieht da weniger Probleme: "Terminabsagen belasten den Ablauf nicht." Dennoch sollten die Termine zwei bis drei Tage vorher abgesagt werden, ob per E-Mail oder telefonisch ist dabei egal. Sowohl Aschaffenburg als auch Bayreuth beten um eine frühestmögliche Absage.

Müssen Impfstoffe nach Absagen vernichtet werden?

Bislang mussten in keinem der drei Impfzentren Impfstoffe aufgrund von Terminabsagen vernichtet werden. "Bislang konnte sichergestellt werden, dass in Stadt und Landkreis Aschaffenburg keine Impfdosis verfallen ist", erklärt Sven Simon. Auch Karen Görner-Gütling vom Bayreuther Landratsamt kann sich dem anschließen: "Bislang mussten wir aufgrund von Terminabsagen noch keine Impfdosis verwerfen. Wir haben es bisher immer geschafft, einen Ersatzimpfling zu finden."In Erlangen hat der Oberbürgermeister bereits eindringlich davor gewarnt, den Termin für Zweitimpfungen zu verschieben. 

Im Landkreis Main-Spessart muss ein Impfzentrum vorerst schließen - es sind zu wenige Impfdosen verfügbar. Alle Hintergründe auf inFranken.de. 

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