Fränkische Schweiz: Älteste Burg hat wieder geöffnet

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Die über 1000 Jahre alte Burg Pottenstein empfängt wieder Gäste. Das Burgmuseum präsentiert Schätze aus dem Dreißigjährigen Krieg und das Gedenkzimmer der Heiligen Elisabeth.

Wenn das Burgtor der über 1000 Jahre alten Burg Pottenstein aufschwingt, erwacht ein Stück fränkischer Geschichte zum Leben. Die älteste Burg der Fränkischen Schweiz hat die Saison 2026 eröffnet und lädt bis zum letzten Sonntag im Oktober zu einer eindrucksvollen Zeitreise ein. Aktuell öffnet die Burg im April samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr, ab Mai dann donnerstags bis sonntags.

Das Burgmuseum präsentiert seine faszinierenden Sammlungen: von komplett eingerichteten Schauräumen im Palas über Exponate aus dem Dreißigjährigen Krieg bis hin zur historischen Zehntscheune von 1580/81. Der parkartige Burggarten der Oberburg belohnt Besucher mit spektakulären Ausblicken über das Felsenstädtchen und die malerische Landschaft. Ein besonderes Highlight ist das Gedenkzimmer der Heiligen Elisabeth von Thüringen, die von 1227 bis 1228 auf der Burg Zuflucht fand. 

Burg Pottenstein: Älteste Burg der Fränkischen Schweiz hat seine Pforten geöffnet

Die über 1000 Jahre alte Burg Pottenstein hat ihre Tore für die Saison 2026 geöffnet und lädt Besucher ein, in die Geschichte einzutauchen. Das teilt die Freiherr von Wintzingerodesche Burgverwaltung mit. Seit Karfreitag  gewährt das imposante Burgtor demnach wieder Zugang zu den umfangreichen Sammlungen des Burgmuseums. Im April öffnet die Burg samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr (letzter Einlass 16.30 Uhr). 

Die Öffnungszeiten variieren je nach Monat: Samstags und sonntags im April, donnerstags bis sonntags in den Monaten Mai, Juni, September und Oktober sowie mittwochs bis sonntags in der Hochsaison Juli und August steht das historische Gemäuer für Erkundungen offen. Zusätzlich ist die Burg am Pfingstmontag, 25. Mai, geöffnet. Weitere besondere Termine werden auf der Website sowie vor Ort bekannt gemacht, so die Burgverwaltung. 

Das auf einem Felsen thronende Wahrzeichen gilt als älteste Burg der Fränkischen Schweiz und zieht seit Jahrhunderten Besucher in ihren Bann. Besondere Bedeutung erlangte die Festungsanlage durch den Aufenthalt der Heiligen Elisabeth von Thüringen. Von 1227 bis 1228 fand die später wegen ihres Einsatzes für Arme und Kranke heiliggesprochene Landgräfin hier Zuflucht, so Wikipedia. An diese prominente Bewohnerin erinnert ein eigens eingerichtetes Gedenkzimmer im ältesten Teil des Palas. Seit 2007 widmet sich zudem eine umfassende Elisabeth-Ausstellung dem Leben und Wirken der Heiligen. Burg Pottenstein war der einzige Ausstellungsort dieser Schau mit 32 Tafeln in ganz Bayern, wie die offizielle Website berichtet.

Was kann man auf der Burg Pottenstein erleben?

Burgromantiker und geschichtsinteressierte Gäste erwartet ein vielfältiges Angebot an Exponaten und Ausstellungen. Die noch heute bewohnte Anlage im Privatbesitz der Familie von Wintzingerode präsentiert sich als authentischer historischer Ort mit besonderer Atmosphäre. Die Sammlungen des Museums umfassen:

  • Drei komplett eingerichtete Schauräume im Palas, die das Leben vergangener Epochen lebendig werden lassen
  • Gewölbe mit Objekten aus dem Dreißigjährigen Krieg und umfangreiche Militaria-Sammlungen
  • Vor- und frühgeschichtliche Fundstücke sowie eine beeindruckende Waffensammlung
  • Das Brunnenhaus mit historischem Hausrat
  • Die historische Zehntscheune von 1580/81 mit Ausstellungen zum Zehntwesen und zur Burggeschichte
  • Bücher, Autografen und volkskundliche Sammlungen

Ein besonderes Highlight bildet der parkartige Burggarten der Oberburg. Von hier aus genießen Besucher herrliche Ausblicke über die historische Altstadt Pottensteins und die malerische Landschaft der Fränkischen Schweiz. Die Region zählt 2026 zu den Top-Reisezielen in Deutschland und begeistert Besucher mit atemberaubenden Naturlandschaften und einem reichen Kulturangebot.

Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung

Wer nach dem Burgbesuch weitere Sehenswürdigkeiten in Pottenstein erkunden möchte, findet in unmittelbarer Nähe zahlreiche Attraktionen. Die Teufelshöhle, eine der größten Schau-Tropfsteinhöhlen Deutschlands, empfängt seit April täglich Besucher von 9 bis 17 Uhr und zählt definitiv zu den beliebtesten Ausflugszielen der Fränkischen Schweiz.

Die Erhaltung der Pottensteiner Burg als bedeutendes Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung liegt in den Händen der privaten "Wilhelm Clothar Freiherr von Wintzingerodesche Stiftung Burg Pottenstein".

Sämtliche Restaurierungs- und Erhaltungsmaßnahmen werden ausschließlich über Eintrittsgelder finanziert, erklärt die  Burgverwaltung. Ursprünglich diente die Festung vermutlich der Sicherung des Gebietes zwischen Obermain und Pegnitz nach Südosten. Nach einer wechselvollen Geschichte befindet sich das Bauwerk heute im Besitz der Familie von Wintzingerode, die seit 1878 als private Besitzer für den Erhalt der Anlage sorgt.

Weitere Informationen zur Burg Pottenstein

Vorschaubild: © Wintzingerodesche Burgverwaltung Burgmuseum Burg Pottenstein