Karls kommt nach Franken: Bau von Freizeitpark Plech startet 2026
Autor: Julia Gebhardt, Stefan Lutter
Plech, Mittwoch, 04. März 2026
Karls Erlebnis-Dorf plant den ersten Bayern-Standort in Plech. 2026 starten die Bauarbeiten für den 30-Millionen-Euro-Freizeitpark mit Erdbeerraupenbahn.
Es klingt wie ein Märchen – und tatsächlich spielt ein Märchenwald die Hauptrolle: Das legendäre Fränkische Wunderland in Plech kehrt zurück, allerdings in völlig neuem Gewand. Karls Erlebnis-Dorf, das norddeutsche Kult-Phänomen mit Erdbeerraupenbahn, Kartoffelsackrutsche und kostenlosem Eintritt, wagt den Sprung nach Bayern. Für rund 30 Millionen Euro entsteht in Oberfranken der erste Standort südlich der Mainlinie – ein Freizeitpark, der traditionelles Handwerk in gläsernen Manufakturen mit modernen Attraktionen verbindet.
Inhaber Robert Dahl hat große Pläne für Plech: Der Märchenwald des alten Fränkischen Wunderlands wird liebevoll restauriert, eine Western-Mainstreet im Stil von "Tribute to Wunderland" entsteht, und natürlich dürfen Klassiker wie die Traktorbahn nicht fehlen. Seit dem Kaufvertrag im März 2022 hat sich einiges getan – vor allem Zauneidechsen und Ameisenbläulinge mussten umgesiedelt werden. Jetzt, 2026, starten endlich die Bauarbeiten. Und wer weiß: Vielleicht schafft es sogar der knallrote Erdbeer-Döner nach Franken.
Fränkisches Wunderland wird Karls: Baubeginn 2026 in Plech
Der Inhaber Robert Dahl plant mit "Karls Erlebnis-Dorf Plech in Oberfranken" den ersten Standort in Bayern. Bereits im März 2022 unterzeichneten das Unternehmen und die Gemeinde Plech den Kaufvertrag, doch die Arbeiten an dem Gelände verzögerten sich. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten 2023 starten. Auf Nachfrage von inFranken.de verrät er aktuelle Informationen zu dem Stand des Projekts, das auf dem Gelände des ehemaligen Fränkischen Wunderlands in Plech entstehen soll.
"So ganz langsam starten wir in den nächsten Wochen mit den Bauarbeiten", so Dahl. Wobei es laut dem Unternehmer "eigentlich noch nicht so richtig Bauarbeiten" seien. Als sie das Grundstück gekauft hatten, hätte er gedacht, alles ginge dort "schneller, weil dort schon mal ein Freizeitpark war". Aber die vielen Jahre, in denen er stillgelegt war, hätten dafür gesorgt, dass sich "viele kleine Bewohner auf dem Grundstück" angesammelt hätten. Als Beispiel nennt er Zauneidechsen und Ameisenbläulinge, also eine besondere Schmetterlingsart. Es habe viel Zeit in Anspruch genommen, Ersatzhabitate für diese Tiere herzustellen und die Umsiedlung zu organisieren.
Er sei "mit zwei Künstlerinnen" etwa vier Stunden lang auf dem Grundstück vor Ort gewesen und habe "alle Märchen im Märchenwald besichtigt", heißt es von Dahl über den Fortschritt. Diese sollen jetzt aufwändig renoviert werden. Das brauche laut Dahl "Zeit und viel Liebe".
Erdbeerraupenbahn und Kartoffelsackrutsche: Geplante Attraktionen für neuen Park in Plech
Das Tolle sei, dass "die Enkeltochter von dem Gründer des Fränkischen Wunderlands, Ernst Schuster, eine der beiden Künstlerinnen ist". Sie habe in ihrer Kindheit fast jeden Sommer im Fränkischen Wunderland verbracht, erzählt er - so konnte sie "tolle Geschichten über die Zeit damals erzählen".
Auch, welche Attraktionen für das neue Gelände geplant sind, verrät das Team um Robert Dahl auf Nachfrage von inFranken.de. Mit dabei sind "Karls Klassiker" wie die Erdbeerraupenbahn, die Traktorbahn oder auch die Kartoffelsackrutsche. Außerdem sei als regionale Besonderheit noch ein spezieller Themenbereich geplant, den sie "Tribute to Wunderland" nennen. Dort soll es eine "waschechte Western Mainstreet" - mit vielen "Erinnerungsstücken von damals" und einer "wunderschönen Märchenfahrt durch den Wald" geben. Die Kosten belaufen sich laut Dahl auf insgesamt rund 30 Millionen Euro.