Bayreuth
Schädlingsbekämpfung

„Erhebliches Problem“ an oberfränkischen Autobahnen: Fachfirma nimmt Kampf gegen Prozessionsspinner auf

Die Autobahndirektion Nordbayern beginnt ab Montag in Oberfranken mit der aktiven Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners entlang der betroffenen Autobahnen. Der Schädling stelle ein "erhebliches Problem" für die Verkehrsteilnehmer dar - und nicht nur für sie.
 
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Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners erfolgt ausschließlich mechanisch - ein Einsatz von Spritzmitteln ist laut Autobahndirektion nicht vorgesehen. Archivfoto: Patrick Pleul/dpa

Schädlingsbekämpfung an A73, A70 und A9 in Oberfranken: Entlang der betroffenen Autobahnen soll der Eichenprozessionsspinner bald verschwinden. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Autobahndirektion Nordbayern hervor.

Die Autobahndirektion beginnt demnach ab dem 15. Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich der Dienststelle Bayreuth mit der aktiven Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Eine Fachfirma entfernt in den nächsten Wochen entlang der betroffenen Autobahnen sowie den Parkplätzen und Tank- und Rastanlagen die Nester mit den Raupen. Die Bekämpfung erfolge ausschließlich mechanisch, ein Einsatz von Spritzmitteln ist nicht vorgesehen, teilte die Autobahndirektion mit. 

Schädlingsbekämpfung: Maßnahmen sollen bis Mitte Juli beendet sein

Die beauftragte Fachfirma beginnt mit dem Entfernen der Raupennester an der A73 bei Forchheim. Zum vorbeugenden Gesundheitsschutz gegen die Brennhaare der Raupen tragen die Mitarbeiter der Bekämpfungsfirma entsprechende Schutzkleidung. Die Bekämpfungsmaßnahmen im Zuständigkeitsbereich der Dienststelle Bayreuth werden voraussichtlich bis Mitte Juli 2020 abgeschlossen sein.

Schwerpunkte der Maßnahmen sind:

  • der Autobahnabschnitt an der A73 zwischen den Anschlussstellen Möhrendorf und Breitengüßbach
  • die A70 zwischen Hallstadt und dem Autobahndreieck Bayreuth/Kulmbach
  • die A93 bei Weiden
  • der Abschnitt der A9 zwischen den Anschlussstellen Pegnitz und Bad Berneck/Himmelkron

Die Reihenfolge der Bearbeitung wird dabei auf den Entwicklungszyklus der Raupen abgestimmt. Besonders sensible Bereiche wie Parkplätze und Rastplatz-Anlagen werden dabei vordringlich bearbeitet.

"Erhebliches Problem" für Verkehrsteilnehmer: Allergien und Asthmaanfälle möglich

Laut Autobahndirektion stellt das massenhafte Auftreten des Eichenprozessionsspinners jedes Jahr ein erhebliches Problem dar - sowohl für die Verkehrsteilnehmer als auch für das Personal des Betriebsdienstes der Autobahndirektion. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners bilden im Laufe ihrer Entwicklung feine Brennhaare aus, die nach Hautkontakt zu schweren allergischen Reaktionen bis hin zu Quaddeln am ganzen Körper führen können. Nach dem Einatmen der Brennhaare können außerdem Reizungen an Mund- und Nasenschleimhäuten und sogar Asthmaanfälle vorkommen.

Größere Verkehrsbehinderungen seien aufgrund der Schädlingsbekämpfung nicht zu erwarten. Für vereinzelte Einschränkungen bittet die Autobahndirektion Nordbayern die Verkehrsteilnehmer gleichwohl um Verständnis.