• Brauhaus "Zum Sternla" wechselt zur 3G-Regel
  • Im Jahr 2021 noch 2G-Vorreiter in Bamberg
  • Betreiber: "Hoffen, dass wir ab dem 20. März wieder normal arbeiten können"

Einige Wochen bevor die 2G-Regel in der Gastronomie verpflichtend war, entschied sich das Brauhaus "Zum Sternla" aus Bamberg aus eigenen Stücken für diese strengere Zutrittsregel und erlebte damit einen Wettbewerbsvorteil. Viele Gäste fühlten sich wohler, unter Geimpften und Genesenen zu sein, so die damalige Einschätzung des Betreibers Uwe Steinmetz. Seit Freitag (4. März 2022) dürfen Gastronomen die 3G-Regel wieder einführen. Steinmetz geht diesen Weg mit, denn die Stimmung habe sich geändert.

Bamberger Gasthof "Zum Sternla" führt 3G-Regel ein - und bemerkt keinen Unterschied

Wie in einer Bund-Länder-Runde im Februar beschlossen, gilt seit Freitag (4. März 2022) in der bayerischen Gastronomie wieder die 3G-Regel. Weil sich die Corona-Lage etwas entspannt, erhalten damit auch negativ Getestete wieder Zutritt. Es steht den Betreibern aber frei, an der 2G-Regel festzuhalten. Eine Woche vor dem von vielen Gastronomen ersehnten Datum habe das Thema im Team des "Sternla" zur Diskussion gestanden, so Steinmetz. 

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Im November 2021 berichtete Steinmetz im Gespräch mit inFranken.de von neuen Stammgästen, die sein Brauhaus bewusst aufgrund der 2G-Regel aufsuchten. Gemeinsam mit der Service-Leitung habe er dazu tendiert, bei 2G zu bleiben. "Denn 14 Tage später soll es ja komplett aufgehoben werden." Der Aufwand sei schlichtweg geringer, als zu 3G zu wechseln. "Viele Gäste riefen in der Woche vor dem 4. März aber bei uns an und fragten, ob wir jetzt auch 3G einführen", erklärt der Betreiber. 

Um Verwirrungen zu vermeiden, habe sich das Team daraufhin für die 3G-Regel entschieden. "Kontrollieren müssen wir sowieso", so Steinmetz' Fazit. Keinen einzigen getesteten Gast habe die Service-Leitung jedoch am Wochenende erlebt. "2G oder 3G wäre wahrscheinlich egal gewesen", sagt Steinmetz. Die meisten seien einfach an 2G gewöhnt und die Impfquote liege inzwischen bei über 70 Prozent. "Impfgegner oder Leute, die unsere Entscheidung nicht gut fanden, wären sowieso nicht mehr gekommen. Das Thema hat sich einfach erledigt."

"Kontrolliererei ist verrückt" - Brauhaus-Betreiber hofft auf Normalität

Steinmetz und sein Personal hoffe nun, ab 20. März gar nichts mehr kontrollieren zu müssen. Eine zusätzliche Service-Kraft sei dafür bisher nötig gewesen. "Das ist eine totale Katastrophe. Zum Teil haben wir Eingangskontrollen." Im Brauhaus "Zum Sternla" würden die Gäste nach dem Eintreten zunächst von einer Servicekraft gefragt, ob sie die 3G-Regel erfüllen. Am Tisch würden die Ausweise dann kontrolliert.

"Ich hoffe, dass die steigenden Zahlen keinen Einfluss auf die Lockerung ab dem 20. März haben. Aber die Omikron-Variante ist ja die abgeschwächte und wir hoffen, dass die Politik uns jetzt keinen Strich durch die Rechnung macht und wir ab dem 20. März wieder normal arbeiten können." Steinmetz vom Bamberger Brauhaus "Zum Sternla" habe nichts gegen Masken, "aber diese Kontrolliererei ist verrückt, es ist zu aufwändig."

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