Fünfmal lädt die Stadt bis Oktober zu Fahradtouren ein. Diese widmen sich jeweils einem Thema aus der Geschichte Bambergs.
Die Stadt lädt seit 2010 jährlich zur Aktion "Bamberg on tour" ein. Auch dieses Jahr werden zwischen Juni und Oktober fünf spannende Fahrradtouren angeboten, die jeweils ein wichtiges Thema zur Bamberger Stadtgeschichte aufgreifen. Dabei handelt es sich sowohl um aktuelle Ereignisse als auch historische. Gemeinsam mit der Stadtspitze können die Bürger durch Bamberg radeln und sich über wichtige Projekte, Institutionen und Entwicklungen in Bamberg informieren. Zum Abschluss jeder Tour besteht die Möglichkeit, in einen Biergarten oder Keller einzukehren.
Über zehn Bühnen
Die Auftakttour rund um das Thema "Theater" findet am 26. Juni statt. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Maxplatz. In Bamberg gibt es mehr als zehn verschiedene Theater-Bühnen.
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Dazu zählt das Bamberger Marionettentheater mit seinen teils historischen Marionettenpuppen im "Staubschen Haus". Außerdem das Chapeau Claque Theater, mit Schwerpunkt auf kultureller Jugendbildung. Ebenfalls dabei ist das Theater im Gärtnerviertel als Teil des Unesco-Welterbes - kurz TiG. Und auch das städtische ETA-Hoffmann-Theater mit der größten Theater-Bühne Bambergs darf nicht fehlen.Jede Menge Theater wird hier also geboten.
Weiter geht es am 10. Juli mit einer Tour, die sich mit der Thematik "Neue Wohnquartiere" auseinander setzt. Bamberg bietet zahllose Perspektiven für den individuellen Lebensplan. Daher zieht es viele Menschen zum Studieren, Arbeiten oder Leben hierher. Den Herausforderungen an die Stadtentwicklung tragen Verwaltung, Bürger, Vereine und Wirtschaft gemeinsam Rechnung. So werden aktuell wichtige städtebauliche Projekte intensiv entwickelt.
Eines davon stellt das Megalith-Gebäude in Gaustadt dar. Auch das ehemalige Glaskontor-Gelände, jetzt Ulanenpark in der Wunderburg, wird überplant. Diese und vier weitere Projekte werden näher beleuchtet.
Am 24. Juli erkundet man mit dem Fahrrad die dunklen Kapitel Bambergs. Dabei geht es zu einigen historischen Orten, die für die schauerlichen Teile der Geschichte stehen. Beispielsweise die Hinrichtungsstätte Rabenstein im Hain. Dort wurden bis 1832 Kriminelle exekutiert. Ebenfalls Orte der Erinnerung und Mahnmale für Bambergs dunkle Geschichtsepisoden sind der Synagogenplatz, die in der Stadt verteilten Stolpersteine und das Malefiz-Haus - ein Foltergefängnis für die Hexenprozesse, das von den Bamberger Fürstbischöfen errichtet wurde.
Die vorletzte Station "Bamberg und das Buch" befasst sich mit der Geschichte des Buches in der Domstadt. Am 18.
September führt "Bamberg on tour" unter anderem vorbei am früheren Wohnhaus von E.T.A.-Hoffmanns, der von 1808 bis 1813 am Bamberger Theater gewirkt hat. Zudem ist Bamberg Heimat deutschlandweit erfolgreicher Verlage wie des Schulbuchverlags C.C. Buchner. Sogar zwei Meisterwerke der mittelalterlichen Buchkunst - die "Bamberger Apokalypse" und das "Lorscher Arzneibuch" - sind in Bambergs Staatsbibliothek verwahrt.
Was ist mit der Kaserne?
Zu guter Letzt beschäftigt sich "Bamberg on tour" mit dem aktuellen Thema "Bundespolizei". Nach dem Abzug der US Army im September 2014 wird ein Teil des Konversionsgeländes vom Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum übernommen. Was ist aus der ehemaligen Kaserne geworden ist, wird am 2. Oktober erkundet. Für diese Tour ist einer Anmeldung über das Kontaktformular auf der Homepage der Stadt Bamberg erforderlich. Die Anmeldung ist erst ab 1. September möglich. red