• Tierheim Oberndorf kümmert sich intensiv um Katze Smokey
  • Fast blind und mit gelähmten Hinterbeinen wurde sie von Passanten gefunden
  • "Sämtliche Untersuchungen" und Physiotherapie: Tierheim setzt sich für Genesung ein
  • "Wahnsinnige Kosten": Tierheim blickt auf herausfordernde Wochen

Am 8. März 2022 kam die etwa achtjährige Katze Smokey ins Tierheim Oberndorf. Aufmerksame Passanten hatten das verletzte Tier per Anruf gemeldet, berichtete das Tierheim am wenig später auf Facebook. Tierheim-Leiterin Melanie Pavelka hat in den vergangenen Wochen intensiver Betreuung laut eigenen Angaben erfreuliche Fortschritte bei Smokey erlebt. Die Kosten seien jedoch beachtlich. Das Tierheim sieht in den nächsten Wochen zudem weitere finanzielle Herausforderungen auf sich zu kommen. 

Tierheim Oberndorf nimmt Sorgenkatze Smokey auf: Lähmung stellt Leiterin vor Rätsel

Das Tierheim habe Smokey aus einem Graben an einem Feldweg in Weiher bei Bamberg gesichert und gemerkt: "Die fast blinde Katze braucht ganz dringend unsere Hilfe!", so der Facebook-Bericht. "Warum sie dort gelandet ist, ob es ein Autounfall oder ein anderes Trauma ist, können wir im Nachhinein nicht mehr feststellen", erklärt Pavelka inFranken.de am Donnerstag (20. Mai 2022). Größere Brüche, Verletzungen oder ein Organschaden seien zwar nicht feststellbar gewesen, doch das Rätsel um die Lähmung der Hinterbeine habe das Tierheim lange beschäftigt. 

"Wir haben sämtliche Untersuchungen durchführen lassen, aber es kam zu keinem Befund", so Pavelka. Das Tierheim Oberndorf äußerte am 28. März die Vermutung, "dass die Nerven, die aus der Wirbelsäule heraus die Hinterläufe kontrollieren, in irgendeiner Weise verletzt" sind. Sie nutze ihre Vorderbeine, um sich fortzubewegen und bekomme regelmäßig Physiotherapie. "Wir üben fleißig, ihre Beine und Gelenke zu bewegen. Sie macht tatsächlich Fortschritte. Es dauert nur einfach", führt die Tierheim-Leiterin aus. Im Idealfall könne sie sich sogar vollkommen regenerieren.

Ähnlich wie bei einer Querschnittslähmung seien bei Smokey auch andere Körperfunktionen betroffen gewesen. "Am Anfang konnte sie ihre Blase nicht eigenständig leeren. Wir mussten unterstützend helfen", so Pavelka. Inzwischen könne sie es selbst, allerdings nicht immer im Katzenklo. Es sei die Aufgabe der Tierpfleger, "alles perfekt sauber zu halten".

"Es entstehen wahnsinnige Kosten": Tierheim benötigt Spenden

Katze Smokey halte sich alleine in ihrem Krankenzimmer auf. "Damit sie nicht einsam ist, verbringt sie stundenweise Zeit mit Kater Morle. Sie hat in ihm einen neuen Freund gefunden, mit dem sie perfekt harmoniert." Noch müsse Smokey genau im Auge behalten werden, könne vielleicht aber irgendwann mit Morle zusammenziehen. Langfristiges Ziel sei aber natürlich, ein geeignetes Zuhause für sie zu finden. "Sie liebt Menschen und Kuscheln. Ein unheimlich tolles Tier."

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Niemand habe sich bis jetzt bei dem Tierheim nach Smokey erkundet. Sie sei nicht gechippt, kastriert oder tätowiert gewesen. "Es ist sehr wichtig, dass Besitzer ihre Tiere registrieren. Wenn sie nicht im Haustierregister stehen, können wir ihre Besitzer nicht nachvollziehen." Jetzt ginge es aber um die weitere Genesung von Katze Smokey. "Wir müssen beobachten, wie sie sich in den kommenden Wochen entwickelt", erläutert Pavelka.

Die Tierschützer haben eine große Bitte: Das Tierheim Oberndorf benötigt wegen der aufwändigen Behandlungen vor allem Spenden. "In dieser Jahreszeit kommen auch die trächtigen Katzen zu uns. Es entstehen wahnsinnige Kosten, beispielsweise für Kastration und Impfung." Wer das Tierheim unterstützen will, kann online oder per Überweisung spenden.

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