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Basketball

Wie fit sind Harris und McLean?

Bei zwei Spielern von Brose Bamberg steht vor dem Viertelfinal-Hinspiel gegen Oldenburg ein Fragezeichen.
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Der Oldenburger Center Rasid Mahalbasic zieht im Punktspiel am 1. Dezember vergangenen Jahres gegen Elias Harris zum Bamberger Korb. Den Österreicher hatte das Brose-Team einigermaßen im Griff, zog aber dennoch mit 68:71 knapp den Kürzeren. Foto: Andreas Burmann
Der Oldenburger Center Rasid Mahalbasic zieht im Punktspiel am 1. Dezember vergangenen Jahres gegen Elias Harris zum Bamberger Korb. Den Österreicher hatte das Brose-Team einigermaßen im Griff, zog aber dennoch mit 68:71 knapp den Kürzeren. Foto: Andreas Burmann

Nach dem Finalturnier um die deutsche Basketball-Meisterschaft wollen Elias Harris und sein ehemaliger Teamkollege Karsten Tadda zusammen mit Ehefrauen und Kindern in den Urlaub nach Österreich fahren. Bis zur Abreise wird einer von beiden schon ein paar Erholungstage hinter sich haben, denn Harris trifft im Viertelfinale mit Brose Bamberg auf den seit drei Jahren für die EWE Baskets Oldenburg spielenden Bamberger Tadda. Das erste Duell findet am Donnerstag (20.30 Uhr) im Münchner Audi-Dome statt, das Rückspiel folgt am Samstag (16.30 Uhr). Für das Halbfinale qualifiziert sich die Mannschaft, die in der Summe der beiden Partien mehr Punkte erzielt hat. Für den Verlierer ist eine denkwürdige Saison, die aufgrund der Corona-Pandemie Mitte März für fast drei Monate unterbrochen wurde, zu Ende.

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Die Oldenburger sind mit einer unerwartet klaren 66:85-Niederlage gegen Ratiopharm Ulm ins Turnier gestartet, ließen dann aber Siege über die BG Göttingen (80:62) und die Crailsheim Merlins (85:83) folgen. Mit dem 89:81-Erfolg gegen Bayern München, der ihr Platz 2 in der Gruppe A bescherte, hat die Mannschaft von Trainer Mladen Drijencic ihre Titelambitionen untermauert. Mit 22 Assists sowie 37 Rebounds (davon 15 offensiv) zeigte sie eine bärenstarke Teamleistung. Fünf Spieler punkteten zweistellig.

Nathan Boothe trumpft auf

Mit 17 Zählern war Power Forward Nathan Boothe gegen den Titelverteidiger erfolgreichster Werfer. Der US-Amerikaner kehrte erst für das Finalturnier zum Team zurück, nachdem ihn der Bruch des Schienbeinkopfs - erlitten am 1. Dezember vergangenen Jahres beim 71:68-Heimerfolg über die Bamberger - für sechs Monate außer Gefecht gesetzt hatte. Beim Finalturnier ist Boothe (16,5 Punkte pro Partie im Schnitt) hinter Center Rasid Mahalbasic (17,3) zweitbester Scorer der "Donnervögel". "Man kann ihn nur dafür bewundern, wie perfekt er nach einer so langen Pause zurückgekommen ist", lobt EWE-Coach Drijencic Boothe, der in München bisher eine Trefferquote von 62 Prozent aufweist.

Doch auch auf den Guard-Positionen haben die Oldenburger mit Braydon Hobbs und Tyler Larsen zwei korbgefährliche Spieler in ihren Reihen. Zudem verfügen sie mit "Urgestein" Ricky Paulding (37) über einen Akteur, der immer noch so viele Punkte in einer Partie erzielen kann , wie er Jahre auf dem Buckel hat.

"Die Oldenburger haben viele Spieler, die punkten können. Es gibt da nicht den einen, auf den man sich konzentrieren kann. Sie spielen als Mannschaft sehr gut zusammen. Umso wichtiger ist es für uns, dass wir von Beginn an voll fokussiert sind und versuchen, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken", sagt Brose-Trainer Roel Moors.

Den Belgier plagen vor dem Hinspiel kleine Personalsorgen, da er nicht weiß, wie belastbar Kapitän Elias Harris und Tré McLean sind. Beide standen aufgrund kleinerer Blessuren beim 100:82-Sieg über Rasta Vechta, mit denen sich die Bamberger den dritten Platz in der Gruppe B gesichert hatten, nur für wenige Minuten auf dem Feld. Erst beim Training am Mittwochabend konnte sich Moors ein Bild vom Fitnesszustand der beiden Spieler machen.

Harris: Schippe drauflegen

Ob mit oder ohne Harris und McLean - die Bamberger wollen sich nicht nach dem Gegner richten, sondern laut Moors "die Dinge machen, an denen wir Tag für Tag trainieren". Dazu gehört auch, das Tempo hochzuhalten. Im Vergleich zu den Spielen vor der Corona-Unterbrechung schließen die Bamberger ihre Angriffe schneller ab, was sich auch in der Punkteausbeute widerspiegelt. 91 Zähler erzielten sie in den bisherigen vier Turnierspielen im Schnitt. Allerdings mussten sie durchschnittlich ebenso viele Punkte hinnehmen. Daher mahnte Harris am Mittwoch an: "In der Verteidigung müssen wir noch eine Schippe drauflegen."

Der ungewohnte K.-o.-Modus macht es möglich, dass ein Unentschieden möglich ist. In die Verlängerung ginge es im Rückspiel nur, wenn in der Addition der Ergebnisse nach der regulären Spielzeit Gleichstand herrscht.

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