Mit der Titelvergabe hatten die Rugby-Teams des FC Eintracht Bamberg bei den erstmals ausgetragenen "Sandkerwa 7s" zwar nichts zu tun, das Resümee könnte aus Sicht des Veranstalters aber kaum positiver sein. "Für unsere Abteilung war das Turnier ein voller Erfolg, Lob für die Organisation kam von allen Seiten. Fast alle haben betont, dass sie gerne im nächsten Jahr wieder dabei wären und dass es ein ganz besonderes Turnier war. Das Planungskomitee hat schon entschieden, dass es 2020 weitergehen soll", sagte Katrieke Kwauka, Abteilungsleiterin Rugby beim FCE.

18 Rugby-Teams aus ganz Deutschland hatten sich am Samstag im Fuchs-Park-Stadion und auf der Festwiese eingefunden, um sich im 7er Rugby zu messen. Bedeutet, dass pro Team sieben Spieler antreten - um möglichst viele Versuche gegen das andere Team zu legen.

Mehr als nur ein Turnier

Den ganzen Tag ging es heiß her - nicht nur wegen der 30 Grad. 14 Herren-Teams und vier Damen-Mannschaften kämpften um den Turniersieg. Dabei war deutlich der Rugby-Spirit zu erkennen: Die Teams waren mehr als nur Kontrahenten auf dem Spielfeld. Abseits des Feldes saß man zusammen, fachsimpelte und feierte. Und wenn ein Team mal unterbesetzt war, half man sich gegenseitig aus. Dass es im Anschluss gemeinsam auf die Sandkerwa ging, war da nur naheliegend.

Auch wenn es "nur" ein Freundschafts- bzw. Spaßturnier war, hatten die Teams sportlich viel zu bieten. Die Mannschaften spielten durchweg auf hohem Niveau, daher wurden auch die beiden Finals richtig spannend. Schließlich gewann bei den Herren das Team Mambaz, eine Spielgemeinschaft aus Karlsruhe, München und Unterföhring mit 14:7 gegen das Team aus Erlangen. Die Bamberger Herren landeten auf Platz 6 und Rang 14. Bei den Frauen holte der TSV Handschuhsheim aus Heidelberg den Sieg gegen Bad Reichenhall (7:0). Die Bambergerinnen mussten sich hier mit dem vierten und letzten Platz zufrieden geben.

Das sportliche Abschneiden hatte für den FCE aber nicht den größten Stellenwert. Die Gastgeber durften trotzdem zufrieden sein mit ihrer Leistung, da sie neben der Organisation des Turniers ja auch noch auf dem Spielfeld zu stehen hatten. Zusätzlich wurde der Bamberger Felix Wannemacher aufgrund seiner drei Versuche (trys) zum Spieler des Tages gewählt. red