Nach einem langen Sommer der Neuausrichtung, Teamfindung und Vorbereitung geht es für die Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg ab Sonntag wieder um Punkte: Um 16 Uhr gastiert die Mannschaft von Cheftrainer Ulf Schabacker am ersten Spieltag der 2. Liga Süd bei der SG 1886 Weiterstadt. Der Auftakt wird Aufschluss darüber geben, wo das mit einem Altersdurchschnitt von 22 Jahren doch recht junge Team tatsächlich steht.
Letzte Erkenntnisse brachte am Mittwochabend die Generalprobe gegen die auch ohne Noémi Rouault und Jessica Höötmann stark besetzte Erstliga-Truppe der SV Halle Lions. Auch wenn am Ende eine 47:70-Niederlage stand, war Coach Schabacker mit der Verteidigungsleistung und streckenweise auch dem Angriffsspiel gegen den körperlich überlegenen Gegner nicht unzufrieden: "Wir haben nach einem Katastrophen-Start gute Phasen gezeigt und Halle beispielsweise im zweiten Viertel bei elf Punkten gehalten.
Licht und Schatten wechseln aber noch sehr oft. Daher werden weiter Geduld und intensive Trainingsarbeit gefragt sein." In die gleiche Kerbe schlug auch Kapitänin Jessica Miller, die gegen Halle mit zwölf Zählern erfolgreichste Bamberger Werferin war. "Wir machen noch sehr viele Fehler, die wir aber alle in den Griff bekommen können."
Im Hessischen treffen die Brose-Korbjägerinnen auf einen Kontrahenten, der bislang ein weitestgehend unbeschriebenes Blatt darstellt. Erstmals schaffte eine Seniorenmannschaft der SG vor der letzten Saison den Sprung in die 2. Liga. Mit elf Siegen und elf Niederlagen beendete die Mannschaft von Manuel Lohnes ihre Premierensaison im gesicherten Mittelfeld, musste im Sommer dann aber den Weggang einiger Stammkräfte hinnehmen. In Person von Ana-Maria Kammer (Keltern), Aline Stiller (Oberhausen) und der Polin Joanna Semerda verließen drei Spielerinnen den Verein, die zusammen für rund zwei Drittel aller Punkte verantwortlich zeichneten. Reichlich Zweitliga-Erfahrung bringt die 28-jährige Amerikanerin Heather Karner in das ebenfalls sehr junge Weiterstädter Team, das in der zurückliegenden Spielzeit nur ein Heimspiel verlor. Bis auf Nadjeschda Ilmberger (Schule) ist das DJK-Team komplett.
Nicht mit der DJK Brose in die neue Saison starten wird unterdessen die 19-jährige Katharina Kreklau. Bei ihr lässt sich der Spagat zwischen dualer Berufsausbildung in Nürnberg/ Fürth und Zweitliga-Basketball in Bamberg nicht im gewünschten Maße meistern. "Es ist sehr schade, aber die Entscheidung, sich auf Ausbildung und Studium zu konzentrieren, ist richtig und vernünftig. Die berufliche Zukunft hat absolute Priorität", so der Sportliche Leiter Sebastian Hader.